Die zunehmenden Lockerungen der behördlichen Einschränkungen aufgrund der Pandemie und die damit verbundenen Öffnungsschritte wirkten sich stabilisierend auf den Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön aus, heißt es im Bericht der Agentur für Arbeit Schweinfurt. In der Region Main Rhön waren 7719 Menschen im Juli arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Arbeitslosenquote unverändert auf 3,1 Prozent. Im Landkreis Bad Kissingen waren 1835 Menschen ohne Job, die Quote liegt hier unverändert weiter bei 3,2 Prozent.

"Wenn man die aktuellen Eckdaten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes betrachtet, steht unsere Region Main-Rhön im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet günstig da. Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor sehr robust. Die Arbeitslosigkeit sowie die Unterbeschäftigung blieben im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert und die Kurzarbeit sank im Juli erfreulicherweise deutlich. Ebenso hat die Nachfrage nach Arbeitskräften erheblich an Fahrt aufgenommen", erläutert Thomas Stelzer, der Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die regionale Arbeitsmarktsituation.

Weniger Kurzarbeit

Erfreulicherweise sanken der Pressemeldung zufolge die Anzeigen zur Kurzarbeit im Berichtsmonat deutlich. Im Vergleich zum Vormonat mit 2361 Betrieben, gab es einen Rückgang der Anzeigen auf Kurzarbeit auf 1332 Betriebe. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der Arbeitnehmer von 29 422 auf 12 882. "Nur noch gut jedes zehnte Unternehmen in der Region zeigte für knapp ein Zehntel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk Kurzarbeit an. Noch vor einem Jahr war es jedes dritte Unternehmen mit einem Sechstel der Sozialversicherungspflichtigen, welches von Kurzarbeit betroffen war", teilt Stelzer mit.

"Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe bleibt auch in der Zeit der Pandemie erfreulicherweise ungebrochen hoch. Unternehmen wollen sich trotz Corona-Krise ihre Fachkräfte von morgen sichern. Jedem bisher unversorgten Bewerber stehen aktuell rechnerisch 2,6 unbesetzte Ausbildungsstellen (Juli 2020: 2,1; Juli 2019: 2,6) zur Verfügung. Wer in Ausbildung investiert hat seine Fachkräfte für morgen. Dies gilt auch in finanziell unsicheren Zeiten. Unsere Berufsberater begleiten in Kooperation mit den Schulen besonders die Schüler der Abschlussklassen, damit beim Übergang in den Beruf niemand auf der Strecke bleibt", betont Stelzer.

Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres waren noch 514 junge Menschen auf der Suche nach einer Lehrstelle. Auf der anderen Seite waren noch 1350 Lehrstellen unbesetzt. Die Zahl der Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, lag im Juli um 136 Personen (- 20,9 Prozent) niedriger als im Vorjahr. Ebenso lag die Zahl der bis zum Berichtsmonat unbesetzten Ausbildungsstellen um 40 Stellen (- 2,9 Prozent) niedriger als im letzten Jahr. Seit Oktober 2020 wandten sich 2392 Jugendliche bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Schweinfurt. Ebenso war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 129 junge Menschen zu verzeichnen und entsprach einem Minus von 5,1 Prozent. Dies kam auch dem Rückgang der Schulabsolventen gleich. Im gleichen Zeitraum wurden der Arbeitsagentur 3698 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 188 oder 4,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Wir haben nach wie vor eine gute Ausbildungssituation in der Region Main-Rhön. Wichtig ist, dass die Jugendlichen den beruflichen Werdegang entsprechend ihrer Fähigkeiten einschlagen. Mittlerweile sind Praktika, um sich von einem Beruf einen persönlichen Eindruck zu machen, wieder möglich. Ein Praktikum ist oftmals der beste Wegbereiter in die Ausbildung und bietet eine Chance, seinen Wunschberuf auszuprobieren. Zusätzlich plant die Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern im Rahmen 'des Sommers der Ausbildung' in den kommenden Wochen Aktionen, um Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen. Unterstützt durch die Allianz für Aus- und Weiterbildung werden die lokalen Events unter: www.aus-und-weiterbildungsallianz.de veröffentlicht. Schulabgänger*innen, die noch nicht wissen, wie es nach dem Sommer für sie weitergeht, empfehle ich, jetzt Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen. Ob persönlich oder online: Wir haben zahlreiche Angebote für junge Menschen, die bei der Berufswahl unterstützen. Für den Ausbildungsvertrag im Herbst ist es noch nicht zu spät", erläutert Stelzer. red