Stefan Fössel

Das ist doch mein Lieblingsonkel", rief eine überraschte Monika Botta am Freitagmorgen beim Blick in den Fränkischen Tag. Wolfgang Schneider, der Toto-Gewinner von 1949, war der Bruder ihres Vaters. Die 64-Jährige kannte auch die Geschichte vom 20 000-D-Mark-Tipp. Sie wusste zumindest, dass der mittlerweile verstorbene Onkel mit einem kleinen Teil des Geldes 1949 in die Berge gefahren ist - und einer seiner beiden Brüder war mit dabei. "Das waren schneidige junge Männer, die begehrtesten Junggesellen von ganz Bamberg." Ein Auto kaufte sich der damals 22-Jährige aber nicht.

Anders als einige Zeitzeugen vermuteten, hat Wolfgang später geheiratet: Seine Frau Brigitte wird in einigen Monaten 85 Jahre alt. Der Glückspilz und seine Frau arbeiteten auch lange gemeinsam bei Lotto Günther. Das Paar stellte damit unter Beweis, dass sich Glück im Spiel und in der Liebe keinesfalls ausschließen.