Neun Thesen! Eine Einladung!

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Neun Thesen! Eine Einladung! Reformationstag 2017: 1. Was Gott schenkt, kann sich der Mensch nicht verdienen: Liebe, Anerkennung, Friede mit sich selbst. 2....

Neun Thesen! Eine Einladung! Reformationstag 2017:
1. Was Gott schenkt, kann sich der Mensch nicht verdienen: Liebe, Anerkennung, Friede mit sich selbst.
2. Glaube heißt, an sich selbst als wirksam zu erfahren, was Gott schenkt. Solcher Glaube ist nicht machbar.
3. Wer nicht glaubt, kann prüfen, ob er oder sie Sehnsucht nach Glauben hat. Wer nicht glaubt und auch keine Sehnsucht nach Glauben hat, soll sich fragen: Ist Gott nicht das, was uns fehlt?
4. Die Unsichtbarkeit Gottes ist nicht Schwäche, sondern Stärke. Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht. Gott ist kein Gegenstand der Welt, wie Tisch, Stuhl, Luft oder Feuer Gegenstände der Welt sind. Gott ist der Grund alles Seins. Auf dem Grund seines Seins steht man. Auf den Grund seines Seins besinnt man sich.
5. Gott ist ein genialer Anfänger. Am Anfang schuf er Himmel und Erde. Im Anfang war sein Wort. Er hat mir meinen Anfang in seiner Schöpfung geschenkt. Seinen Sohn Jesus reißt er aus dem Tod heraus .Er stellt ihn in einem neuen Leben an seine Seite. Gott ist ein genialer Anfänger.
6. Gott ist die Liebe. Daraus leitet sich für Christen alles weitere ab. Wenn Gott die Liebe ist und er der Welt und allen Menschen Leben und Versöhnung schenkt, verbietet sich ein liebloser Umgang mit den Menschen und der Welt.
7. Wir nennen Taten der Nächstenliebe Diakonie: Ohne Unterscheidung nach Geschlecht, Hautfarbe, Religion und Herkunft. Unser Friede mit Gott motiviert uns, die Schöpfung zu bewahren, Gerechtigkeit zu üben und Frieden zu schaffen.
8. Die Kirche ist eine Versuchsanstalt. Menschen versuchen, Alltag und Sonntag im Geist des Evangeliums von Jesus Christus zu prägen. Sie tun das wie ein Strahlenkranz: evangelisch, katholisch, freikirchlich und orthodox. Die Strahlen stammen aus demselben Licht: Christus ist das Licht der Welt.
9. Reformation heißt: Gottes Geist ist unter uns tätig. Er selbst erneuert seine Kirche, und nicht etwa wir. Unsere Wegzehrung sind Brot und Wein im Abendmahl, Wasser bei der Taufe, Wort der Heiligen Schrift. Zwischen Schuld und Vergebung, Rückfall und Neuanfang sind wir im Glauben unterwegs auf ein großes Ziel: Gottes Reich.

Sie sind herzlich eingeladen, mit vielen Menschen am 31. Oktober 2017 auf dem Weg zu sein: Gemeinsam das Evangelium zu feiern, gemeinsam sich zu freuen, wenn wir 500 Jahre Reformation erleben als Christusfest in ökumenischer Weite. Ab 10 Uhr mit den Gottesdiensten zur Eröffnung in St. Moriz und der Salvatorkirche.

Stefan Kirchberger Pfarrer von St. Moris und Dekan in Coburg.