Bamberg
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Hightech-OP der Extraklasse

Klinikum Bamberg eröffnet neues OP-Zentrum
Fotos: PR
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Ein weiterer Meilenstein markiert das Jahr 2015 in der Geschichte des Bamberger Klinikums: Am Freitag, 6. März 2015, wird das neue Operationszentrum in Anwesenheit von Bayerns Staatsministerin Melanie Huml mit einer feierlichen Schlüsselübergabe eröffnet. Innerhalb von nur zwei Jahren entstand dort ein 32,3 Millionen Euro-Projekt, das in der Region neue Maßstäbe setzt:"Das neue OP-Zentrum ist das Herzstück moderner und interdisziplinärer Hochleistungsmedizin, das uns ermöglicht, die Sicherheit für Patienten und die Qualität der Medizin weiter zu verbessern", so Professor Georg A. Pistorius, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.
Künftig stehen zehn mit modernster Medizintechnik ausgestattete Operationssäle für die Patienten bereit. Sie entstanden als Anbau ans Klinikum auf dem Dach der ehemaligen Wäscherei. Ein Stockwerk tiefer ist die die neue Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) untergebracht. Hier werden, nach Bestelllisten aus den OP-Sälen, die Operationsbestecke, Implantate und alles, was sonst noch benötigt wird, gerichtet und dem jeweiligen OP-Saal zugeordnet. Die benutzten Instrumente werden nach der Operation über ein automatisiertes Transportsystem in den unreinen Bereich der ZSVA gebracht. Das neue Logistikkonzept entlastet die Pflegekräfte von fachfremden Aufgaben: Im neuen OP-Zentrum werden sie mehr Zeit haben, die Patienten länger und enger zu betreuen und zu begleiten.


Höchstmaß an technischer Innovation


Prunkstück des neuen Zentrums ist ein Hybrid-OP mit einer hochmodernen Angiografieanlage, der von mehreren Disziplinen, z. B. Gefäß-, Neuro- oder Unfallchirurgen genutzt werden kann. Es handelt sich dabei um eine robotergestützte Anlage namens ZEEGO. Das Röntgengerät, der so genannte C-Bogen, dreht sich hier mit ebenso hoher Präzision wie Geschwindigkeit um den Patienten und rekonstruiert aus der Serie der Aufnahmen einen Datensatz zur dreidimensionalen Darstellung. Damit erfüllt die Technik sowohl Funktionen der Computertomographie als auch der Angiographie in einem Gerät. So ermöglicht sie es dem Chirurgen, die Instrumente millimetergenau in kleinsten Gefäßen und Gewebestrukturen zu bewegen. Durch die dreidimensionale Bilddarstellung hat der Operateur perfekte Sicht, ein Umstand, der wiederum die Sicherheit für den Patienten maximal erhöht.


32,3 Millionen Euro investiert


In das vom Bayerischen Staat mit 27,4 Millionen geförderte und mit zusätzlichen Mitteln der Sozialstiftung Bamberg realisierte Bauprojekt flossen insgesamt 1900 Kubikmeter Stahlbeton. 3500 Quadratmeter Decken wurden errichtet und mehr als 100 Kilometer Kabel verlegt, davon 55 Kilometer Daten- und 45 Kilometer Stromkabel. Die Operationssäle und Funktionsräume erhielten Terrazzoböden und eine Wandverkleidung mit ansprechendem Farbkonzept. Und worauf sich die Mitarbeiter besonders freuen: In allen Räumen gibt es Tageslicht.
So zeigt sich denn auch Xaver Frauenknecht, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung, mit dem Ergebnis hochzufrieden: "Das neue Operationszentrum ist ein High-End - Medizinzentrum zur Wiederherstellung der Gesundheit. Es unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre exzellente medizinische und pflegerische Kompetenz noch individueller in die Patientenversorgung einzubringen."