Lichtdurchflutete Räumlichkeiten, ein stimmiges Farbkonzept, eine durchdachte Architektur: Der neue "Sternenhimmel" in der Seelmannstraße in Kronach präsentiert sich in einem modern-frischen "Outfit". Entstanden ist ein wunderbarer Ort für Kinder mit viel Platz zum Herumtollen, Spielen, Lachen und Lernen. 62 Jungen und Mädchen können hier optimal betreut und gefördert werden. Alle Räume befinden sich im Erdgeschoss.

Bereits Ende letzter Woche konnten die Kinder und Erzieherinnen, die in das Ausweichquartier in der Max-Reger-Straße umgesiedelt waren, wieder Einzug halten. In coronabedingt kleinem Rahmen wurde am Dienstag die unter Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Kronach stehende Kita ihrem Zweck übergeben.

"Endlich ist die Zeit des Planens und Wartens sowie der Notlösungen vorbei", freute sich Pfarrer Achim Gerber bei seiner Begrüßung der geladenen Gäste. Während es früher viele "Miterzieher" gegeben habe, vertraue man heutzutage Erzieherpersönlichkeiten in Krippen, Kindergärten und Schulen. Hierfür bedürfe es entsprechender Rahmenbedingungen, deren Schaffung gerade in diesem Falle viel Kraft, Zeit, Geld, Fantasie und wohl manchmal auch letzte Nerven gekostet habe. Dies alles habe sich jedoch gelohnt.

Zweiter Bürgermeister Michael Zwingmann meinte, dass für die Kinder jede Investition gut angelegt sei, und sprach von einem sehr gelungenen Neubau mit "Superräumlichkeiten zum Wohlfühlen". "Wir unterstützen gerne im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten", sagte er, auch mit Blick auf den noch nicht fertiggestellten Garten.

Den Standort beibehalten

"Kinder brauchen Platz", appellierte Michaela Schneider von der Fachaufsicht für Kindertagesstätten beim Kreisjugendamt Kronach. Besonders freue sie sich, dass der Standort beibehalten werden konnte, habe es doch im Vorfeld hartnäckige Verhandlungen über den geeigneten Standort, insbesondere im Hinblick auf die Schaffung neuer Krippenplätze, gegeben. Der Bedarf an Krippenplätzen werde sicherlich weiter steigen.

Die Glückwünsche der katholischen Kirchengemeinde übermittelte Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer. Das Ausweichquartier stehe nicht lange leer, meinte sie angesichts des bevorstehenden Einzugs des katholischen Montessori-Kindergartens Dörfles, der ebenfalls einen Ersatzneubau an gleicher Stelle erfährt.

"Endlich ist es geschafft", seufzte Vertrauensmann Ulrich Oßmann vom Kirchenvorstand. Die Zeitspanne von den ersten Überlegungen über die Planungen und Ausführungen bis zum Einzug habe nahezu fünf Jahre betragen. "Alleine hätten wir es nicht schaffen können", zeigte er sich dem Freistaat, der Stadt und dem Landratsamt Kronach, der Landeskirche sowie der Gesamtverwaltungsstelle Michelau für die Unterstützung finanzieller Art wie auch mit Rat und Tat sehr dankbar.

Kiga-Leiterin Elke Schwarz sprach von einem "langen Ausharren unter nicht einfachen Bedingungen". Nun habe man einen schönen neuen Kindergarten mit den beiden Regelgruppen "Sterntaler" und "Sternschnuppen" für Kinder im Alter von 2,5 bis sechs Jahren sowie für zwölf Krippenkinder, den "Sternflitzern", für Kinder bis drei Jahre. Besonders freue man sich über den großen Mehrzweck- und den Turnraum sowie die neue "Sternenküche", sprich: den Speisesaal.

Komplimente für das Team

Die Elternbeirats-Vorsitzende Ramona Schultheiß würdigte die Art und Weise, wie das Team die Platzprobleme im Ausweichquartier gelöst habe. Jeden Tag seien die Mitarbeiterinnen dreimal mit den Kindern rausgegangen und in Kronach unterwegs gewesen. Da sie selbst Erzieherin sei, wisse sie um die großen Belastungen, die die Mitarbeiterinnen hervorragend gemeistert hätten.

Die Schlüsselübergabe erfolgte aus den Händen des Architekturbüros H2M zusammen mit einer Spende von 400 Euro an die Kita-Leiterinnen Nicole Bätz und Elke Schwarz.

Mit Worten aus der Bibel erbat Pfarrer Achim Gerber den Segen Gottes für das Gebäude sowie alle, die darin ein- und ausgehen.