Wer hätte am 4. Januar 2008 gedacht, dass sich der erste Neujahresempfang, den Pfarrer Richard Reis ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt in Steinwiesen ins Leben gerufen hatte, zu einer so lieb gewordenen Tradition entwickelt. Der Anlass damals wie heute war und ist der Dank an alle ehrenamtlich tätigen Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche, die sich das ganze Jahr über in der Pfarrgemeinde engagieren, sei es als Mesner, Ministranten, Organisten, Caritashelferinnen, Reinigungskräfte und so weiter.

Das gute und konstruktive Miteinander werde auch die Herausforderung des neuen Seelsorgebereiches "Frankenwald" ab Oktober bewältigen, sagte Pfarrer Reis. Besonders wichtig sei das "Nach vorne schauen" und nicht nur das Klagen über Verlorengegangenes. Das Ziel müsse lauten: "Wie können wir an der Kirche mit bauen, die der Herr sich für den Frankenwald wünscht?" Und: "Wagen wir miteinander den Aufbruch in dieses neue Jahr mit allen Hürden, die wir darin finden", betonte Pfarrer Reis.

Kirchenpfleger Walter Schmittdorsch gab einen kurzen Abriss über die Finanzierung der Sanierungsarbeiten an Kirche, Pfarrzentrum und Kindergarten. Bei Baukosten von insgesamt 3,4 Millionen Euro mussten wirklich alle verfügbaren Zuschusstöpfe ausgeschöpft werden. Über 70 Prozent wurde vom Erzbistum finanziert, zusätzlich habe man noch 50 000 Euro erhalten. Von der Regierung von Oberfranken, dem Landkreis und der Gemeinde sind ebenfalls große Summen geflossen. Besonders dankte er für die große Spendenfreudigkeit der Bevölkerung, besonders der Kirchgänger und der Raiffeisenbank mit insgesamt über 50 000 Euro. "Momentan stehen wir bei ungefähr noch 120 000 Euro an Verbindlichkeiten." Leider stehe schon die nächste Baustelle ins Haus. Das Kirchendach sei undicht und die Schnecke der Heizung sei gebrochen.

Umrahmt wurde der offizielle Teil von der Bläsergruppe des Musikvereins Steinwiesen. sd