Die neue Wasserversorgung für die Stadtteile oberhalb des Steinbruchs geht voran. An den anderen städtischen Baustellen hakt es aber im Augenblick. Darüber verschaffte sich der Stadtrat am vergangenen Samstagnachmittag einen Überblick. Außerdem sah er sich ein weiteres Grundstück an, auf dem vielleicht ein neuer Kindergarten gebaut werden könnte - obwohl ein Platz gegenüber dem Skaterpark eigentlich schon so gut wie beschlossen ist.

Die Wiese gleich hinter den Parkplätzen der Steinachtalhalle ist im Besitz der Stadt. Sie ist eben und an zwei Seiten mit altem Baubestand bewachsen. An der langen Seite fährt unten gelegentlich die Bahn vorbei. Die Fläche ist zwar kleiner als das Grundstück der Kirchenstiftung am Skaterplatz, aber möglicherweise dennoch ausreichend.

Der Platz neben der Stadthalle hat allerdings den Vorteil, dass die Verkehrsanbindung (Badstraße) und auch Parkplätze zum Anliefern und Abholen der Kleinen bereits vorhanden sind. Am Skaterplatz müsste das alles erst gebaut beziehungsweise (Bahnhofstraße) ausgebaut werden.

Außerdem wäre eine Verlängerung des Grundstücks mit Anbindung bis zum Freibad über das Grundstück hinter der Stadthalle denkbar, sofern dies für einen Kindergarten überhaupt Sinn macht. Das Zwischengrundstück ist allerdings in Privatbesitz.

Eruiert werden muss zunächst aber, inwieweit die Wiese aufgrund der Bodenbeschaffenheit überhaupt gut bebaubar ist. Am besten wäre es wohl, sagte Bürgermeister Roland Wolfrum, wenn der noch zu findende Architekt des Kindergartens die möglichen Standorte aus seiner fachlichen Sicht beurteilen würde.

Freibad-Fertigstellung steht in den Sternen

Am Freibad ist mittlerweile die Liegewiese gleich links nach dem Eingang umgewühlt. Der Rohbau für den Anbau des Technikraums ist dort bereits im Entstehen. Das Gesamtprojekt aber stockt im Augenblick: Sowohl die Heizung als auch die neue Solaranlage konnten noch nicht vergeben werden. Die alte Solarthermieanlage ist mittlerweile aber schon entfernt.

Inwieweit dies Auswirkungen auf die Fertigstellung und damit auf den Beginn der Badesaison im kommenden Jahr hat, steht noch in den Sternen. Möglicherweise wisse er bis zur Bürgerversammlung am 28. Oktober mehr, sagte Bürgermeister Wolfrum. An einer möglichst baldigen Öffnung des Freibads sind nicht nur die Badegäste, sondern auch die Gäste des Campingplatzes interessiert.

Investitionen sind auch auf dem städtischen Campingplatz gleich gegenüber vom Freibad notwendig. Das Gebäude mit WCs und Duschen ist inzwischen geschlossen; die Einrichtungen sind alt, die Kanalisation muffelt bereits. Für die Camper sind allerdings Sanitäranlagen im Hauptgebäude vorhanden, die bis zur nächsten Hauptsaison reichen dürften.

Gleich vor Ort hat der Stadtrat den Abriss des alten Sanitärgebäudes beschlossen. Um einen Ersatzbau kümmern sich nun die Pächter, die dem Stadtrat baldmöglichst Vorschläge vorlegen werden. Erste Option wird sein, dass die neuen WCs und Duschen bis spätestens Pfingsten 2022 in Betrieb sind.

Kläranlagengebäude ohne Dach

Ganz stockt zurzeit der Bau an der Kläranlage, den der Stadtrat zu Beginn seiner Exkursion besichtigt hatte. Die neue Vorreinigung ist soweit fertiggebaut, die technischen Einrichtungen installiert. Allerdings ist das Gebäude oben nur mit Folie geschlossen: Das Dach kann nicht aufgesetzt werden, da derzeit kein Material geliefert werden kann.

Dennoch, erklärte Erich Hahn vom Ingenieurbüro IPW, dass das 2,5-Millionen-Projekt im Jahr 2022 fertig werden sollte.