Der Langheimer Amtshof hat einen neuen "Hüter"! Nach 40 Jahren erfolgreicher Amtsführung von Rolf Peilnsteiner stellte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) dieser Tage Klaus Bodenschlägel als dessen Nachfolger und neuen Geschäftsführer der Langheimer Amtshof Sanierungs- und Verwaltungs-GmbH vor.

Es war, wie Landrat Söllner betonte, nicht ganz einfach, einen Nachfolger für Rolf Peilnsteiner zu finden, weil die Geschäftsführung auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Am Ende sei Klaus Bodenschlägel nach einigen Gesprächen für das Amt des Geschäftsführers bereit gewesen. Landrat Klaus Peter Söllner: "Die Messlatte war sehr hoch und Klaus Bodenschlägel ist mit Wirkung vom 1. Januar 2022 für das Amt verpflichtet worden. Er ist ein extrem versierter Fachmann, der auch insgesamt den Dschungel der Förderkulissen wie nur wenige beherrscht, und deshalb bin ich auch sicher, dass er der Richtige ist."

Der Langheimer Amtshof ist ein zweiflügeliger, ehemaliger Klosterhof der Zisterzienser, der heute zahlreiche Forschungs- und Bildungseinrichtungen beherbergt und das Stadtbild von Kulmbach maßgeblich mitbestimmt. Vor genau 700 Jahren wurde eine Katharinenkapelle am Südhang des Burgbergs in Kulmbach zur Keimzelle des späteren Langheimer Amtshofs. Nach vielen Neu- und Umbauten wurde von 1692 bis 1695 das heute noch bestehende barocke Prachtgebäude der Zisterziensermönche im ansonsten protestantischen Kulmbach errichtet. Die Amtsgeschäfte für das Kloster Langheim im markgräflichen Gebiet versahen vom 16. bis ins 19. Jahrhundert der Amtmann und der Pater Hofmeister zu Kulmbach.

Der Hof wurde im zweiten Markgrafenkrieg 1553 zerstört, aber unmittelbar danach als Fachwerkbau wieder aufgebaut. Der Langheimer Amtshof birgt auch heute noch zahlreiche versteckte und "geheime" Räume, die nur zum Teil zugänglich sind.

Im Jahre 1981 haben der Landkreis Kulmbach und die Stadt Kulmbach mit der Gründung der Sanierungs- und Verwaltungs-GmbH für den Langheimer Amtshof eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Die Gesellschaft sanierte den Amtshof bis 1986 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und sorgte für eine seither andauernde Vermietung sämtlicher Gebäudeteile.

Heute beherbergt der Amtshof die Akademie für Neue Medien und eine Berufsfachschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten sowie zwei Forschungsstellen der Universität Bayreuth für Raumplanung bzw. Personalwesen.

Daneben ist im Gebäude eine Zweigstelle der Akademie der Bayerischen Presse untergebracht. Rei.