Wenn das Herz plötzlich flimmert, zählt jede Sekunde. Innerhalb kürzester Zeit fallen Patienten in die Bewusstlosigkeit. Er herrscht Lebensgefahr, weil das Herz beim Flimmern zwar unkontrolliert zuckt, aber das Blut nicht mehr in den Kreislauf gepumpt wird. Hilfe im Ernstfall leistet ein Defibrillator.

Jetzt hat der Rewe-Markt einen eignen Defi installiert. Kosten: mehr als 3000 Euro zuzüglich der Anschlusskosten. Marion Müller erklärt, dass der Defi an der Seite des Eingangs, weiter hinten auf dem Parkplatz hängt. Die Position ist so gewählt, dass auch Menschen aus der Siedlung den Defi schnell holen können. Bei dem Defibrillator handelt es sich übrigens um ein Gerät, das auch für Kinder geeignet ist. "Aber bei Kindern tritt ein Kammerflimmern äußerst selten auf", erklärt Sabrina Heinze bei der offiziellen Übergabe des Defis.

Besondere Kenntnisse zur Anwendung im Fall des Falles sind nicht nötig. Der Defibrillator ist selbsterklärend und gibt genaue Anweisungen, was zu tun ist. Falsch machen können Anwender auch nichts. Denn der Stromstoß wird nur ausgelöst, wenn auch wirklich ein Kammerflimmern vorliegt. Die Anschaffungskosten hat die Inhaberin des Rewe-Marktes aus eigener Tasche und aus dem Erlös der Tombolalose gedeckt.

Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) freute sich, dass damit das Netz an Defibrillatoren gewachsen ist. Weitere Defis hängen am Marktplatz im Bankgebäude, in der Stadthalle oder im Freibad (im Winter in der Stadthalle, im Sommer im Freibad), neben der Sparkasse an der Garage der ehemaligen Rettungswache Stadtsteinach sowie am Tennisplatz und in der Schule. Sonny Adam