Neuenmarkt —  Bei der Bekanntgabe der Jahresrechnung 2020 wartete Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) am Montagabend mit einer erfreulichen Nachricht für die Damen und Herren des Gemeinderates auf: Der Sollüberschuss beläuft sich auf 376 877 Euro. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalt 2020 schließen mit 4 724 588 Euro und des Vermögenshaushalts mit 4 054 418 Euro ab.

Weiterhin erfreulich war die erwirtschaftete Zuführung an den Vermögenshaushalt mit 697 464 Euro. Geplant waren im Haushalt 89 151 Euro und damit konnten 608 313 Euro mehr als vorgesehen zugeführt werden. Die freie Finanzspanne für das Jahr 2020 bezifferte Bürgermeister Alexander Wunderlich auf 608 313 Euro.

Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt gab es Mehreinnahmen von 454 729 Euro und Minderausgaben von 153 584 Euro. Die Mehreinnahmen und Mehrausgaben im Vermögenshaushalt betrugen knapp 1,3 Millionen Euro. Die vorgesehene Kreditaufnahme von einer Million Euro wurde nicht benötigt und die Schulden beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf 0,00 Euro.

Die Schulden der Gemeindewerke Neuenmarkt betrugen zum Jahresende 2020 1 667 226 Euro und der Schuldenanteil beim Mittelschulverband Neuenmarkt-Wirsberg 203 082 Euro.

Der Gemeinderat nahm vom Ergebnis der Jahresrechnung 2020 Kenntnis und Bürgermeister Alexander Wunderlich dankte Kämmerin Lisa Schobert für die Erstellung des umfangreichen Zahlenwerks.

Wie Wunderlich dem Gemeinderat mitteilte, hat die Regierung von Oberfranken darum gebeten, den aktuellen Bedarf der Kinderbetreuung in der Gemeinde Neuenmarkt zu ermitteln, dabei auch langfristig bis zum Kita-Jahr 2022/2023. Der Bürgermeister verwies darauf, dass aufgrund der Erschließung des Baugebietes "An der Steigengasse" und der somit zu erwartenden steigenden Geburtenrate eine höhere Bedarfsanerkennung realistisch ist, die auch von der Verwaltung der Kita "Abenteuerland" und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neuenmarkt für notwendig gehalten wird.

Im September 2021 erfolgte durch die Kita eine Bedarfsabfrage an die Eltern zur Anzahl der Kita-, Krippen- und Hortplätze. Der Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig, den Bedarf von 111 Kindergarten- und Krippenplätze sowie von 60 Hortplätzen für das Kindergartenjahr 2021/2022 anzuerkennen. Und für 2022/2023 wurde für 146 Kindergarten- und Krippenplätze sowie 75 Hortplätze der Bedarf anerkannt.

Zu Beginn der Sitzung dankte Bürgermeister Alexander Wunderlich allen Wahlhelfern, die bei der Bundestagswahl in den einzelnen Wahllokalen und den Briefwahlbezirken tätig waren: "Es hat alles reibungslos und hervorragend geklappt." Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass die von Sonja Promeuschel (NG) gewünschte Vorstellung der Baumaßnahme "Revitalisierung des Bahnhofsgebäudes" durch den DDM-Geschäftsführer Rüdiger Köhler in der nächsten Sitzung erfolgen wird.