Nach nur vier Monaten Bauzeit ist die neue Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hartenreuth und Leutzdorf für den Verkehr offiziell freigegeben worden.

Die Straße wurde vom Gößweinsteiner Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) feierlich eröffnet und und durch Pfarrer Pater Ludwig Mazur gesegnet. Eigentlich hätte mit den Leutzdorfern und Hartenreuthern eine kleine Feier stattfinden sollen. Doch diese musste wegen Corona ausfallen.

Zimmermann dankte vor allem den Bürgern und Grundstücksbesitzern, die für den Neubau der Straße Grund abgetreten und selbst die Bäume gefällt haben, damit die Straße etwas breiter werden konnte und man so weitgehend auf Leitplanken verzichten konnte. Letzteres machte die Baumaßnahme günstiger.

Veranschlagt sind Kosten von 1,89 Millionen Euro. Zuwendungsfähig durch den Freistaat Bayern sind davon rund 1,54 Millionen Euro. Davon gibt es 80 Prozent Förderung. Zimmermann rechnet mit einem Zuschuss von 1,23 Millionen Euro, was auf die Gesamtmaßnahme bezogen einem Fördersatz von 65 Prozent entspricht.

Sein Dank galt auch der Bezirksregierung von Oberfranken für die fachliche Unterstützung und Bewilligung der Fördermittel, dem Wasserwirtschaftsamt Kronach, weil die Straße durch das Wasserschutzgebiet II der Wiesentgruppe führt, den Planern des Ingenieurbüros Seuss aus Amberg, der Baufirma Rädlinger aus Selblitz, der Telekom für die Mitverlegung der Leerrohre für den Glasfaserausbau in Hartenreuth und nicht zuletzt den Marktgemeinderäten.

Stellvertretend für die Räte waren Zweiter Bürgermeister Georg Bauernschmidt (SPD) und Dritter Bürgermeister Manfred Hänchen (CSU) zum obligatorischen Banddurchschneiden gekommen, die auch der Bayreuther Altlandrat Klaus-Günter Dietel (CSU) miterlebte weil er als Wanderer zufällig vorbeikam.

Die neue Straße wurde drei Monate schneller als ursprünglich geplant vom südlichen Ortsende von Leutzdorf in der Höhe des Gasthofs Richter bis zur Ortsmitte von Hartenreuth mit dem Anschluss an die Kreisstraße FO 23 zwischen Türkelstein und Wichsenstein auf einer Länge von 1790 Metern in Asphaltbauweise ausgebaut. Ingenieur Norbert Winter sprach von einem "hochinteressanten Planungsauftrag" und dem unkomplizierten Zusammenwirken aller beteiligten Stellen. "Es war hier schon eine besondere Situation", lobte Geschäftsführer Michael Russ von der Baufirma Rädlinger.