Christine Martin und Johannes Wolf (Grüne) hatten bei der Haushaltsdiskussion vorgeschlagen, dass die Stadt noch mehr der Geschwindigkeitsmessanlagen kauft, die lediglich das Tempo anzeigen und die Fahrweise mit einem grünen Smiley quittieren, bzw mit einem roten. Diese Geräte können auch Fahrzeuge zählen und vieles mehr, Geldbußen oder Schlimmeres müssen die Autofahrer allerdings nicht befürchten. Die Kreisverkehrswacht unterstützt die Kommunen finanziell beim Kauf solcher Geräte.

Bedarf abgefragt

Seit geraumer Zeit steht ein Messgerät an der Grund- und Mittelschule in Münnerstadt, das andere wurde an verschiedenen Stellen in den Stadtteilen aufgestellt. "Wir haben jetzt zehn Geräte", sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bei der jüngsten Stadtratssitzung. Er hatte sich nach dem Bedarf erkundigt und schlug den Stadträten verschiedene Aufstellpunkte vor. Das an der Schule soll bleiben, für Münnerstadt schlug er eins vor dem Kindergarten, in der Zehntstraße, in der Friedrich-Abert-Straße/ Schindbergstraße und mitten in der Stadt beim Bäcker gegenüber dem Rathaus vor. Bedarf hatten auch Großwenkheim, Kleinwenkheim, Windheim, Reichenbach, Maria Bildhausen und Althausen angemeldet.

In Althausen seien bei der Ortseinfahrt aus Richtung Münnerstadt bereits die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert und Schikanen eingebaut worden, weshalb man dort jetzt nicht unbedingt ein Gerät aufstellen müsse, meinte der Bürgermeister. Außerdem werde die Stadt ja im kommenden Jahr die nächsten Geräte kaufen.

Thorsten Harnus (CSU) meinte, dass unbedingt ein Gerät in der Kissinger Straße Richtung Schweinfurt bis zur Einmündung der Freiherr-von-Lutz-Straße aufgestellt werden müsste, weil es dort erst kürzlich wieder zu mehreren Unfällen gekommen ist. Rosina Eckert (Forum Aktiv) unterstützte den Vorschlag. Das ist allerdings Außenbereich, gab der Bürgermeister zu bedenken. Das soll nun aber abgeklärt werden. Wenn es möglich ist, wird kein Gerät in der Schindbergstraße aufgestellt, sondern an der B287.

Man könne die Standorte auch wechseln, sagte Verkehrsreferent Fabian Nöth (CSU). Der Bürgermeister sprach sich allerdings dafür aus, sie recht lange an einem Punkt zu belassen.Bei der Diskussion, wo man das Gerät in der Hauptstraße aufbauen sollte, meinte Michael Kastl, dass es immer dort gut ist, wo viele Leute sind.