Das TIK - Theater in der Kneipe/Theater in der Kirche - hat als Amateurbühne eine großzügige Förderung von der Bundesregierung über den Bund Deutscher Amateurtheater (BDT) erhalten. Wie Vorsitzender Nicolas Peter berichtete, konnte das TIK damit eine neue digitale Lichtanlage anschaffen, die Kosten von 11 000 Euro verursacht hat. Mit 10 700 Euro wurde die Anlage gefördert.

Der künstlerische Leiter des TIK, Jürgen Peter, stellte dankbar fest: "Dass wir eine von 50 Bühnen sind, die sich um eine Förderung beworben haben und auch zum Zuge kamen, darauf sind wir mächtig stolz. Man wusste in der Jury, was wir können, und mit der Förderung wurde in gewisser Weise auch unser kulturelles Schaffen gewürdigt. Wir haben jetzt eine Anlage, mit der wir wirklich um Nuancen feilen können."

Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien hatte eine Vollförderung für technisches Equipment im Bereich der Amateurtheater in einem eigenen Förderprogramm ausgeschrieben. Das TIK hatte sich beworben und wurde berücksichtigt. Es war aber keine einfache Bewerbung mit zwei, drei Zeilen, sondern das TIK musste nicht nur seine Aktivitäten darlegen, sondern auch aufzeigen, warum eine neue Beleuchtungsanlage für das Neuenmarkter Amateurtheater wichtig ist.

Nach der Förderzusage ging die Arbeit erst richtig los, denn es mussten Kostenangebote eingeholt werden, unter anderem auch von Firmen aus Österreich. Den Zuschlag erhielt das Musikhaus Thomann in Treppendorf bei Burgebrach, das zu den größten Musikalienhändlern Europas zählt.

Jürgen Peter: "Wir haben uns dann für Thomann entschieden, weil sie auch am günstigsten waren. Die beiden Lichtanlagen wurden dann in Treppendorf abgeholt und wir hatten dabei das große Glück, dass unser neuer technischer Leiter, Tobias Seuß, ein Mitarbeiter der Firma Wiegel in Kulmbach ist, und sie hat uns großzügigerweise für den Transport der ganzen Anlage ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, so dass wir das umfangreiche Equipment in einem Rutscher abholen konnten."

Die neue Lichtanlage kam zur rechten Zeit, denn am 19. und 20. November hat das TIK zwei Gastspiele im hessischen Raum. In den letzten Tagen wurde die Anlage ausprobiert, auch in der Kirche in Trebgast. Jürgen Peter dankte Pfarrer Peter Ahrens: "Das war hier wunderbar möglich, weil wir hier auch experimentieren konnten, und es störte uns niemand." Es gab eine Durchlaufprobe für alle Darsteller des Stückes "Die Nacht von Flossenbürg".

Vorsitzender Nicolas Peter betont, dass die neue Lichtanlage für das TIK dringend notwendig war: "Die bisherige Anlage war wahnsinnig veraltet. Die Anlage, die wir jetzt beschaffen konnten, ist auf einem ganz anderen Niveau, denn wir können unter anderem die LED-Scheinwerfer digital ansteuern und Farben viel besser auswählen. Wir freuen uns, dass wir die Anlage bereits jetzt bei unseren Gastspielen in Hessen einsetzen können und ich bin irre froh, einfach einmal wieder Theater spielen zu können."

Mit dem 25-jährigen Tobias Seuß aus Untersteinach hat das TIK einen jungen Techniker an Land gezogen, der als Elektrotechnikmeister die besten Voraussetzungen mitbringt, um die digitale Anlage zu betreuen.

In der neuen Inszenierung des TIK, "A mords G`schicht", spielt Tobias Seuß, der einst auf der Naturbühne Trebgast seine ersten Gehversuche als Laienschauspieler unternommen hatte, auch selbst mit.

Die neue Anlage zu bedienen, ist für Tobias Seuß schon eine Herausforderung: "Es ist das erste Mal, dass ich als Techniker am Pult bin, und es ist was anderes als in meinem Beruf, aber so langsam wird es." Und was wichtig ist: Der neue Mann am Pult strahlt absolute Ruhe aus.