Das Bayerische Rote Kreuz Coburg möchte eine dreigruppige Kindertagesstätte in Heldritt bauen und der Ausschuss für Bau, Umwelt und Digitalisierung der Stadt Bad Rodach stimmte am Mittwoch zu. Das Projekt kann also realisiert werden.

Was ist geplant? Die Einrichtung soll neben der ehemaligen Schule parallel zur Kreisstraße CO 4 am nordöstlichen Ortsrand von Heldritt entstehen. BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Beninga erläuterte dem Gremium vor Ort, dass 50 Plätze für "Regelkinder" und zwölf Krippenplätze entstehen sollen. "Mit diesem Konzept wollen wir der erhöhten Nachfrage nach Krippenplätzen gerecht werden", sagte Beninga. Warum dann nicht gleich mehr Krippenplätze zur Verfügung gestellt werden, kam die Frage aus dem Ausschuss. Es sei jederzeit möglich, altersgemischte Gruppen zu gestalten, erklärte Beninga und betonte: "Wir können flexibel auf die Anforderungen reagieren." Eine Sanierung des bisherigen Gebäudes wäre aus wirtschaftlichen und brandschutztechnischen Gründen keine Variante gewesen, erklärte Beninga. Er versäumte es nicht, sich bei der Stadt, die das Projekt mit einem Baukostenzuschuss unterstützt, für die sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) sprach von einer guten städtebaulichen Maßnahme, die einen Mehrwert für den Bad Rodacher Stadtteil darstelle.

Der Rohbau, der in Holzständerbauweise entstehen soll, könnte nach Vorstellungen der Verantwortlichen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die Ausschussmitglieder warfen einen Blick auf das Gebäude der ehemaligen Schule. Wenn der Neubau fertig ist, dann ist da immer noch das Schul-Gebäude. Deshalb machte Bürgermeister Ehrlicher keinen Hehl daraus, dass sich die Stadt gern davon trennen möchte. Das in die Jahre gekommene Haus sei "ein Klotz am Bein". Kämmerer Fischer pflichtete ihm bei: Es sei Wunsch des Stadtrates, Gebäude abzustoßen, die keine kommunale Aufgabe erfüllen. "Das Haus muss weg", meinte Fischer kurz und knapp. Bevor hier weiter verfahren wird, will Tobias Ehrlicher mit den bisherigen Nutzern ausführliche Gespräche führen, um deren Bedürfnisse in Erfahrung zu bringen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.