10 851 Personen waren im vergangenen Monat im Agenturbezirk Bayreuth-Hof, zu dem auch der Landkreis Kulmbach gehört, von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 88 Männer und Frauen mehr als im August. Gegenüber dem Vorjahresmonat verlief die Entwicklung aber noch günsti-ger. Vor einem Jahr gab es 138 Beschäftigungslose mehr. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 4,3 Prozent und blieb so 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert von September 2015.
Trotz anziehender Dynamik nach den Sommermonaten zeigte sich die Arbeitslosigkeit im September nicht im gewohnten Umfang rückläufig. "Dies weist deutlich auf den wachsenden Einfluss der Zuwanderung und der Anerkennung von Flüchtlingen auf den regionalen Arbeitsmarkt hin", erklärt Sebastian Peine, Chef der Arbeitsagentur.
So leben derzeit insgesamt mehr als 1700 arbeitsuchende Flüchtlinge im Agenturbezirk. Rund 730 davon erfüllen die Voraussetzungen der Arbeitslosigkeit. Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge kommt aus Syrien, jeweils rund zehn Prozent aus dem Irak und Afghanistan.
Des Weiteren stand der regionale Arbeitsmarkt im September insbesondere im Zeichen des neu begonnenen Ausbildungsjahrs. Die meisten jungen Menschen konnten nach einer kurzen Zeit der Arbeitslosigkeit wieder in betriebliche oder schulische Ausbildungsverhältnisse starten. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war verhaltener als im Vormonat, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wurden 1119 offene Stellen gemeldet, 348 weniger als im August und 64 weniger als im September 2015.
Seit Jahresbeginn gingen bisher insgesamt 10 930 Stellenmeldungen ein, 615 oder 6,0 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt stehen mehr als 4500 Stellenangebote zur Verfügung.


Beschäftigtenzahl steigt

Der positive Trend bei der Beschäftigtenentwicklung hält an. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3328 oder 1,9 Prozent auf 182 004 Personen an. 52 885 Beschäftigte arbeiteten in Teilzeit, im Vorjahr waren es 51 228. Die stärkste Zunahme gab es absolut betrachtet im Bereich Handel/Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Erfreulicherweise zeigt sich die Beschäftigungszunahme in allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Agenturbezirks Bayreuth-Hof, jedoch in unter-schiedlicher Ausprägung.


Landkreis Kulmbach

Im Landkreis Kulmbach sank die Zahl der Arbeitslosen im September um 13 Personen auf 1670 und lag damit deutlich unter der Zahl des Vorjahresmonats (minus 97). Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum August konstant bei 4,1 Prozent und lag somit weiter unter dem Niveau des Vorjahres von 4,3 Prozent. Im September waren im Raum Kulmbach 98 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet.
Saisonbedingt waren insbesondere noch viele Abmeldungen von Jugendlichen zu verzeichnen, die entweder eine betriebliche oder schulische Ausbildung begonnen haben oder nun doch weiter die Schule besuchen möchten. Eine nennenswerte Anzahl von jungen Menschen meldete sich auch in Zweitausbildungen ab.
Auch viele Schulassistenten und Schulbegleiter sowie Kinderpflegerinnen, die während der Ferien arbeitslos waren, konnten nun wieder eingestellt werden. Mit 178 neu gemeldeten Stellen war auch in Kulmbach die Nachfrage nach Arbeitskräften verhaltener als im Vormonat.
Gesucht wurden Helfer in allen Bereichen, sowohl in Handwerk als auch in der Industrie. Kaum Nachfrage war aus dem Bürobereich und der Verwaltung zu verzeichnen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe werden Servicekräfte und Küchenhilfen gesucht. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice insgesamt 1754 offene Stellen gemeldet, 366 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
26 460 Männer und Frauen gingen zum Stichtag 31. März 2016 im Landkreis Kulmbach einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Damit waren 456 Männer und Frauen mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. red