Zur Jahrestagung des VdK-Kreisverbandes Kulmbach im Mönchshof kündigte Kreisgeschäftsführer Klaus Nenninger an, dass er am nächsten Kreisverbandstag, der für Samstag, 26. März 2022, geplant ist, nach 38 Jahren von der Vorstandsbühne abtreten werde: "Es wird mein letzter Kreisverbandstag sein und ich wünsche mir, dass ich mich von vielen langjährigen Weggefährten verabschieden kann."

Nenninger ließ die Versammlung wissen, dass man gute Vorschläge für die neue Kreisvorstandschaft präsentieren könne. Unter anderem will der langjährige VdK-Kreisgeschäftsführer und Bürgermeister der Gemeinde Neuenmarkt, Alexander Wunderlich, bei der Wahl zum Kreisvorsitzenden kandidieren.

In seinem Rechenschaftsbericht machte Klaus Nenninger deutlich, dass keiner so eine Pandemie für möglich gehalten hätte: "Viele Menschen sind erkrankt, viele verstorben, in unserem Landkreis bisher 118. Es ist noch nicht das Ende der Fahnenstange und Vorsicht, Umsicht und Impfen sind weiterhin gefragt." Großen Dank zollte er dem Krisenstab des Landratsamtes Kulmbach mit Landrat Klaus Peter Söllner an der Spitze: "Sie leisten Übermenschliches!" Nach dem 20. März ruhte vieles, die VdK.Geschäftsstelle am Eku-Platz blieb für einige Zeit geschlossen. Im April habe sich die VdK-Kreisvorstandschaft entschieden, der Kulmbacher Tafel 50 Einkaufsgutscheine zu 20 Euro vom Edeka-Markt Seidl zu spenden, der dazu noch Lebensmittel im Wert von 500 Euro an die Tafel übergab. Kreisvorsitzender Klaus Nenninger: "Mit dieser Aktion kamen bedürftigen Menschen in der Osterzeit 1500 Euro zugute." Aber auch dem Spendenaufruf des VdK Landesverbandes sei der Kreisverband gefolgt und habe für die Betroffenen der Flutkatastrophe 1000 Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnte der VdK Bayern 200 000 Euro an wirklich Bedürftige zur Linderung der größten Not spenden.

Die Mitgliederentwicklung im Kreisverband bezeichnete Nenninger trotz der Pandemie als großartig: "Ein herausragendes Verdienst unserer Kreisgeschäftsführerin und aller, die mitgeholfen haben." Die Ortsverbände funktionierten nach wie vor sehr gut. Wo es Probleme gab, habe man versucht, Lösungen zu finden. Bei Kulmbach-Mangersreuth und Enchenreuth sollte es nach den Worten des Kreisvorsitzenden weitergehen, aber Grafengehaig und Mainleus stünden auf der Kippe. Und was sich Klaus Nenninger von der künftigen Bundesregierung wünscht, das machte er am Schluss seiner Ausführungen deutlich: "Es hilft kein Rentenniveau, kein Renteneintrittsalter, keine Rentenformeln. Die Menschen müssen von ihrer Rente leben können und nicht nach 40 Jahren oder mehr auf Grundsicherung angewiesen sein. Das kann nur gelingen, wenn alle ausnahmslos in eine Versicherung einzahlen, wie es der VdK seit Jahren vorschlägt. Die Altersarmut trägt jetzt schon Früchte, ganz gewaltig."

9100 Mitglieder

In ihrem ersten Tätigkeitsbericht für das Jahr 2020 zeigte VdK-Kreisgeschäftsführerin Yvonne Nowak die erfolgreiche Arbeit der Kreisgeschäftsstelle auf. Allein durch Antrag, Widerspruch und Klage wurde für die betroffenen Mitglieder eine Nachzahlung von rund 800 100 Euro erreicht. Nicht weniger als 535 Mitgliederneuzugänge wurden mit Verfahren und Beratungen erreicht. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt derzeit bei 9100.