"Wir befinden uns auf Neuland", stellte Mühlhausens Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) fest, als in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Zuschussantrag der Spielvereinigung Mühlhausen behandelt wurde. Neuland bedeutete, dass in den letzten Jahren aufgrund der angespannten Finanzlage der Gemeinde Vereinsinvestitionen nicht bezuschusst wurden. Es seien auch keine Anträge an die Gemeinde gestellt worden.

"Die letzten Jahre waren haushaltstechnisch schwierig", so Faatz. Jetzt habe man zwar ein kleines Polster, doch stünden der Gemeinde in den nächsten Jahren wieder große Maßnahmen bevor. Das Vereinsheim der Spielvereinigung sei "in die Jahre gekommen". Jetzt müsse die Herrentoilette mit Kosten in Höhe von 15 000 Euro saniert werden. Außerdem werde eine Rasensprenganlage für 12 000 Euro gebraucht.

Faatz empfahl den Räten, den Zuschussantrag bis zur nächsten Sitzung, in der der Haushalt beraten werde, zurückzustellen. In der Zwischenzeit könne man sich umhören, wie andere Gemeinden mit diesem Thema umgehen. Robert Hertlein (FW) wollte jedoch wegen der Dringlichkeit der Arbeiten über den Antrag in gleicher Sitzung entscheiden. Zweiter Bürgermeister Gerhard Kreß (FW) schlug vor, einen Zuschuss von zehn Prozent auf die Investitionskosten von 27 000 Euro zu gewähren. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Bezuschusst werden auch die Wegebau- und Pflegemaßnahmen, die die Jagdgenossenschaft Schirnsdorf durchgeführt hat. Nach deren Antrag sind bei den Arbeiten Kosten in Höhe von 742,08 Euro entstanden. Nach ihren Richtlinien fördert die Gemeinde die Wegebauarbeiten mit 25 Prozent, die Heckenpflege mit 40 Prozent. Insgesamt wurde ein Zuschuss in Höhe von 185,52 Euro gewährt.

Auch der Liederkranz "Frohsinn" erhält zu den Renovierungsarbeiten für seinen neuen Probenraum bei der Kulturgemeinschaft einen Zuschuss von 200 Euro. Über 200 Euro Zuschuss darf sich auch die evangelische Bücherei freuen. See