Coburg — Als so genanntes Weihnachtsmärchen für die ganze Familie bringt das Landestheater Coburg in diesem Jahr Otfried Preußlers über Generationen hinweg beliebte "Kleine Hexe" auf die Bühne. Premiere ist am kommenden Samstag, 15. November, um 14 Uhr im Großen Haus.
Eine echte Hexe lebt in einem windschiefen Hexenhäuschen mit großem Backofen. Um richtig gut hexen zu können, muss sie das dicke Hexenbuch mindestens einmal ganz durcharbeiten und täglich sechs Stunden üben. Eine echte Hexe fliegt auch jedes Jahr zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg.
Wie gern möchte die kleine Hexe da dabei sein. Doch mit ihren gerade 127 Jahren ist sie zu jung für den Hexentanz. So schleicht sie sich heimlich auf den Blocksberg - und wird prompt erwischt. Zur Strafe muss sie ein Jahr lang unter Beweis stellen, dass sie eine "gute Hexe" ist, was allerdings zu gravierenden Missverständnissen führt...
Otfried Preußlers Geschichte über Freundschaft und die Kraft des Guten erschien 1957 und wurde in 47 Sprachen übersetzt. 1958 erhielt es den Deutschen Jugendbuchpreis. Alle Ausgaben enthalten die Illustrationen von Winnie Gebhardt-Gayler. Inszeniert wird der Kinderbuchklassiker von Regieassistentin Leila Müller, die in der vergangenen Spielzeit den Lo riot-Abend und für die Reithalle Carlo Collodis "Pinocchio" gestaltete. Gemeinsam mit ihren Ausstattern Devi Saha (Kostüme) und Thomas Döll (Bühnenbild) eröffnet sie eine bilderbuchhafte Welt, deren Bewohner mit viel Witz und Fantasie gezeichnet sind, verspricht das Landestheater. ct