Eiserne Hochzeiten sind eine echte Seltenheit. Nicht alle schaffen es, 65 Jahre verheiratet zu sein. Doch Anna und Mathias Hell aus Forchheim gehören zu den wenigen. Jetzt feierte das rüstige und vitale Ehepaar dieses außergewöhnliche Jubiläum. Mit dem ganz einfachen Rezept: "Liebe und Zusammenhalt".
Für das heute 84-jährige Paar ist die "Eiserne" etwas ganz Besonderes und Wertvolles. Schon früh kreuzten sich ihre Wege. Im Pendlerzug zur Arbeitsstelle nach Demeschburg. Das war 1951. "Wir waren noch sehr jung," erzählten sie. Sie waren beide 18 Jahre. Bald wussten sie, "wir gehören zusammen". "Sie war ein hübsches Mädel", schwärmt Mathias heute noch. So wurde 1952 "ihr Jahr". Da gaben sie sich das "Ja-Wort". Bereut haben sie ihren Schritt bis heute nicht. Ihre Ehe wurde eine Liebe fürs Leben. Die Hells bekamen zwei Töchter, inzwischen kamen vier Enkel und vier Urenkel dazu. Die Familie ist für das Ehepaar Hell Lebensmittelpunkt und steht auf der Prioritätenliste ganz weit oben.
Die Wurzeln von Anna und Mathias Hell liegen im Banat. In Kleinbetschkerk die von Anna, die von Mathias in Deutsch St. Michael. Anna erlernte den Beruf der Strumpfstrickerin, den sie in ihrer alten Heimat 30 Jahre lang ausübte. Ebenso Mathias als gelernter Mechaniker. Wie so viele andere Donauschwaben wagten sie vor 36 Jahren den Schritt in ein neues Leben und kamen 1981 nach Forchheim, wo bereits viele Landsleute lebten."Schon nach zwei Wochen hatten wir Arbeit", erinnerten sie sich zurück. In der Dynamit Nobel in Nürnberg, wo sie beide bis zum Ruhestand arbeiteten.
In ihrer Eigentumswohnung in der Käsröthe, die sie 1984 gekauft haben, wurde gefeiert - in aller Ruhe. Dorthin waren auch Vizelandrätin Rosi Kraus und Zweiter Bürgermeister Franz Streit gekommen. Froh sind Anna und Mathias Hell, dass sie sich noch selbst versorgen und ihre Einkäufe und Besorgungen noch selbst erledigen können. "Per Fahrrad" wenn es sein muß, verriet Mathias Hell. dia