Oberbürgermeister Dirk Vogel und Regierungspräsident Eugen Ehmann trafen sich zum Besuch der aktuellen Sonderausstellung "Weltbad Kissingen und Prinzregent Luitpold. Innovativ. International. Königlich" im Museum Obere Saline.

Die historischen Persönlichkeiten Peter Krug und Ludwig Büchner begrüßten die beiden in ihren schmucken Uniformen als Prinzregent Luitpold und Prinzregent Ludwig. So gelang schnell der Einstieg in die Zeit des bayerischen Prinzregenten Luitpold (1886-1912), in der sich Bad Kissingen von einem beschaulichen Kurort zu einem modernen Weltbad mit internationalem Kurpublikum gewandelt hat. Kulturreferent Peter Weidisch und Museumsleiterin Annette Späth, die die Ausstellung kuratiert hat, begleiteten Oberbürgermeister Vogel und Regierungspräsidenten Ehmann durch die Ausstellung, so eine Pressemitteilung der Stadt.

Aufstieg zum internationalen Weltbad

Die Ausstellung beleuchtet mit zahlreichen Exponaten die Entwicklung des Kurorts in der Prinzregentenzeit, die die drei Jahrzehnte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs umfasst. Bad Kissingen war bis 1900 zum internationalen Weltbad aufgestiegen. Um diesen Rang zu erhalten und für die Zukunft zu sichern, bedurfte es zahlreicher moderner und gleichzeitig repräsentativer Neubauten sowie innovativer technischer und struktureller Veränderungen, die bis heute das Stadtbild Bad Kissingens eindrucksvoll prägen.

Der Ausflug in die Vergangenheit endete mit einer Prinzregententorte der Familie Tempelhof vom Museumscafé ebenso authentisch: Entsprechend des originalen Rezepts von 1886 wurden acht hauchdünne Biskuitböden verwendet, die die acht bayerischen Regierungsbezirke symbolisierten. Der Münchner Konditor Heinrich Georg Erbshäuser kreierte die Torte anlässlich des 65. Geburtstags des Prinzregenten und wurde für seine Verdienste im Jahr 1890 zum königlich-bayerischen Hoflieferanten ernannt. Ein Besuch im Museum lohnt sich - historisch und kulinarisch. red