Marion Krüger-Hundrup Liebhaber und Sammler edler Kunst und Antiquitäten werden bei der Winterauktion des Bamberger Auktionshauses Richter & Kafitz auf ihre Kosten kommen. Besonders Lokalpatrioten und solche, die es werden wollen, können mitsteigern, um ein besonderes Objekt zu erwerben. Nämlich ein Gemälde des Bamberger Künstlers Anton Greiner (1914-2007).

"Der Porträt- und Landschaftsmaler hat das Kloster St. Michael aus einer außergewöhnlichen Perspektive gemalt", sagt Auktionator Heinz Richter. Und zwar mit Blick vom Ottobrunnen auf die Klosterkirche, im Vordergrund vor der Klosteranlage die an die Äcker angrenzende Häuserzeile am Maienbrunnen, wo Gärtner ihrer Arbeit auf dem Feld nachgehen.

Das Gemälde - Pastell auf Hartfaserplatte, unter Glas gerahmt - ist 70 mal 100 Zentimeter groß. Natürlich fehlt auch nicht die Signatur unten rechts: "A. Greiner". "Der Aufrufpreis liegt bei moderaten 750 Euro", erklärt Richter. Bei welcher Endsumme dann tatsächlich der Hammer für den Michelsberg fällt, ist natürlich offen.

Jedenfalls befindet sich der Absolvent der Münchner Kunst-Akademie Anton Greiner bei der Auktion am 25. Januar in bester Gesellschaft. Kein Geringerer als Künstlerkollege Albrecht Dürer (1471-1528) ist mit einem Holzschnitt aus dem Marienleben (Limit 700 Euro) vertreten. Oder der Österreicher Oskar Mulley (1891-1949), dessen großformatiges Gebirgsmotiv zum Startpreis von 28 000 Euro zu haben ist.

360 Objekte

Insgesamt werden rund 360 Objekte aus unterschiedlichen privaten Provenienzen aufgerufen: Gemälde, Porzellan, Steinzeug und Fayence, Skulpturen, Glas, Möbel, Schmuck, Silberstücke, Metalle sowie Grafik der Klassischen Moderne und der 1960er bis 1970er Jahre. Das älteste Kleinod der Auktion stammt aus Limoges in Frankreich: ein romanisches Kreuz aus der Zeit um 1200. Es gelangt für 2400 Euro zum Aufruf.

Weitere Raritäten fehlen nicht, wie zum Beispiel zwei Schach-Antiquitäten aus Indien: ein Miniatur-Schach-Tisch in Elfenbein mit fein geschnitztem Dekor (Limit 2500 Euro) und ein vollständiger Schachfiguren-Satz aus Elfenbein mit Sänften tragenden Kriegselefanten, berittenen Kamelen und Pferden aus dem 18./19. Jahrhundert (Limit 900 Euro).

Die Ausstellungs-Besichtigung für die Auktion dauert vom heutigen Samstag, 18. Januar, bis zum kommenden Mittwoch, 22. Januar, täglich (auch am Sonntag) von 14 bis 18 Uhr: im Auktionshaus Richter & Kafitz in der Kapuzinerstraße 30.

Die Auktion findet am Samstag, 25. Januar, statt. Vollständige Offerte im Internet unter www.richter-kafitz.de.