von unserer Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

Eltmann — Einmal Zeit haben für Gespräche, auch mit den Partnern der Stadtratsmitglieder, das ist für Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) der wesentliche Inhalt der sogenannten Jahresabschluss-Sitzung. Deshalb hielt er den "offiziellen Teil", seinen Jahresrückblick, auch recht kurz.
Gemeinsamkeit und Einigkeit - das sei die Grundlage für den Erfolg eines Gremiums, und eine gute Zusammenarbeit habe den Stadtrat Eltmann vor wie nach der Kommunalwahl geprägt. Die Stadt sei in den vergangenen Monaten gut vorangekommen, zahlreiche Projekte konnten vollendet oder angeschoben werden, die Herausforderungen würden jedoch nicht geringer, so Ziegler. "Deshalb baue ich auch im kommenden Jahr auf Ihr Engagement", erklärte er den Stadträtinnen und Stadträten.
In seiner Bilanz führte er nur die größten Projekte auf, wie die Verbesserung der Trinkwasserversorgung mit der Bohrung des dritten Brunnens. In Limbach wurde das neue Baugebiet erschlossen und schon zwölf Bauplätze fanden neue Eigentümer, der neue Kindergarten ist bezogen. Den baute zwar die Kirchengemeinde, doch die Stadt war bei Planung und Finanzierung beteiligt.
Am Kindergarten Eltmann wurde begonnen, die Außenspielflächen neu anzulegen. Die größte Investition erfolgte in Roßstadt, wo im Rahmen der Dorferneuerung die gesamte Frankenstraße und die Brauereistraße neu ausgebaut und gestaltet wurden. Vorher galt es, Wasser- und Kanalleitungen zu erneuern. 3,2 Millionen wurden hier insgesamt investiert.
Schließlich bescherte das Kulturprogramm den Bürgerinnen und Bürgern und zahlreichen Gästen zahlreiche Höhepunkte im Jahr. Die meisten Maßnahmen hätten mehr Lebensqualität gebracht und hätten den Standort Eltmann gestärkt, so der Bürgermeister.

Dank an engagierte Bürger

Dass Eltmann eine Stadt ist, in der man gerne lebt und arbeitet, daran seien viele beteiligt. Er dankte dem Stadtratsgremium, allen Beschäftigten der Stadt ob in Verwaltung oder Bauhof und vor allem allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Vereinen, Organisationen oder einfach im Sinne einer guten Nachbarschaft engagieren. "Sie machen unsere Welt wärmer und freundlicher. Sie zünden, nicht nur zur Weihnachtszeit, viele Lichter an, die weithin strahlen."
Der Stadtrat arbeite über alle Fraktionsgrenzen hinweg gut zusammen und so dauerte die durchschnittliche Stadtratssitzung in Eltmann nicht einmal zwei Stunden. Zwölf Sitzungen wurden absolviert, 236 Tagesordnungspunkte gab es zu besprechen. Dazu kamen 17 Ausschuss-Sitzungen.
Besonders herzlich dankte Michael Ziegler in diesem Jahr Fritz Schmitt, der die Verwaltung demnächst in den Ruhestand verlassen wird. "Du bist für mich fachlich und menschlich ein Stützpfeiler in der Stadt Eltmann", erklärte der Bürgermeister. Ein ehrendes Gedenken galt dem früheren Stadtrat Georg Köbrich, der sich nicht nur im Stadtrat, sondern auch für alle Eltmanner Vereine sehr stark gemacht habe.
Abschließend wies Michael Ziegler auf die eher traurige Seite des Weihnachtsfestes hin: Es gehe nämlich auch um eine Familie, die keine Unterkunft fand, die gleich nach der Geburt des Kindes fliehen musste. Leider habe es in diesem Jahr mehr Flüchtlinge gegeben, als in vielen Jahren zuvor. "Menschen begeben sich nur auf eine Flucht mit ungewissem Ausgang, wenn sie triftige Gründe haben", gab er zu bedenken. "Sie suchen eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben für sich und ihre Kinder. Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, aber wir können uns fragen, ob wir wirklich schon alles tun", schloss sich Ziegler einer Aussage des Bundespräsidenten an.

Ein "spannendes Jahr"

Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner blickte ebenfalls zurück auf ein "spannendes Jahr", das von vielen Veränderungen geprägt war. Unter anderem nahmen neun neue Mitglieder Platz am Ratstisch, bei einem Ausflug nach Wien lernte man sich besser kennen. Dass Michael Ziegler stellvertretender Landrat wurde, das zeige auch die hohe Wertschätzung der Arbeit, die in Eltmann geleistet wird. Auch Häfner dankte Fritz Schmitt, der mit seinem Wissen und seiner Verwaltungserfahrung dem Stadtrat eine wichtige Stütze gewesen sei.