Mehr Geld für Maurer & Co.: Die 71 Bauunternehmen im Landkreis Haßberge müssen Facharbeitern nun mindestens 15,20 Euro pro Stunde zahlen. So hoch liegt ab März der Mindestlohn in der Branche.

Auch angelernte Kräfte haben damit Anspruch auf 43 Euro mehr im Monat, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilte. Die Lohnuntergrenze ist laut Gewerkschaft für Baubetriebe ein Muss. Sie beschäftigen nach Angaben der Arbeitsagentur im Kreis 590 Menschen.

Die Industriegewerkschaft/ IG BAU Mainfranken spricht von einem "überfälligen Lohn-Plus" und appelliert an Fachkräfte, eine Bezahlung nach Tarif einzufordern oder die Firma zu wechseln. "Der Mindestlohn ist gut, aber der Tariflohn ist besser. Darunter sollte kein ordentlicher Bauarbeiter arbeiten gehen", so Bezirkschef Michael Groha. Der liegt bei 20,63 Euro pro Stunde. Weil der Boom im Baugewerbe weitergeht, sollte sich laut IG kein Bauarbeiter "unter Wert verkaufen". red