Matthias Einwag Heute feiert Ludwig Alin 75. Geburtstag. Als Amtsinspektor der AOK ist er seit 2001 im Ruhestand. Als freier Mitarbeiter der Zeitungen am Obermain blieb er jedoch bis heute aktiv.

Ludwig Alin wurde 1945 in Kutzenberg geboren, wo sein Vater als Gärtner angestellt war. Er kam als letztes von fünf Kindern zur Welt, hatte einen Bruder und drei Schwestern.

Für die Zeitungen am Obermain schreibt Ludwig Alin seit den 1970er-Jahren. Vor allem für "seine" Vereine - Kolpingsfamilie, Sportangler-Club und die Soldatenkameradschaft - war der Stabsunteroffizier d. R. stets ein verlässlicher Berichterstatter. Nach der Schulzeit hatte er vier Jahre als Zeitsoldat der Bundeswehr in Böblingen bei einem Transportbataillon gedient. Zudem verfasste Ludwig Alin auch Texte über das Geschehen in der Pfarrgemeinde St. Kilian, deren Pfarrgemeinderat er eine Zeitlang angehörte. Zunächst schrieb Ludwig Alin seine Berichte mit der Schreibmaschine und lieferte die dazugehörigen Analogfotos persönlich in der Redaktion ab. Mit dem Aufkommen der Digitaltechnik sattelte er auf dieses Medium um, was ihm anfangs nicht ganz leicht fiel, wie er bekennt. Heute hat er sich daran gewöhnt, Bild und Text digital zu übertragen: "Das geht jetzt ruck-zuck." Reich wurde er mit dem Schreiben nicht, doch darauf kam es ihm auch gar nicht an. Ihm war wichtiger, aus ideellen Gründen über das Vereinsleben zu berichtet, wie er sagt - und weil er gern unter Leuten ist. Das Wandern und der Gartenbau sind seine beiden großen Hobbys, die er zusammen mit seiner Frau Resi betreibt. Das Paar hat zwei Söhne, Matthias und Ulrich.

Zeitlebens blieb Ludwig Alin seiner Heimat treu. Viele Festzüge begleitete er als Fahnenträger - abwechselnd für die Angler und für die Kolpingsfamilie. Das Hissen einer neuen Frankenfahne auf dem Staffelberg war stets ein Termin, den er sich sicherte - war damit doch ein Besuch auf seinem geliebten Staffelberg verbunden.

Rund 15 Mal begleitete er die Gößweinstein-Wallfahrt. Kapriolen gab es unterwegs jede Menge, sagt er. Die viertägige Pilgertour sei anstrengend, aber immer heiter gewesen. Einmal brachte er der Wirtin Hildegard Schleuppner in Königsfeld, wo die Wallfahrer übernachteten, zum Geburtstag ein großen Strauß unterwegs gesammelter Feldblumen mit und überraschte sie mit einem selbstverfassten Gedichtla.