Bei der letzten Kernteamsitzung im laufenden Jahr hat das Bürgerprojekt "Lebensqualität durch Nähe - LQN" den ersten Schritt auf einem neuen Weg gemacht. Einstimmig beschloss die Versammlung die Gründung eines Vereins.

Die Vertreter der beteiligten Kommunen Enchenreuth, Grafengehaig, Kupferberg, Marktleugast, Presseck und Stammbach blickten zunächst auf die erfolgreiche 11. LQN-Kulturnacht in Presseck am 2. November zurück. Als Vertreter des Arbeitskreises Tourismus freute sich Erhard Hildner über deutlich gestiegene Übernachtungszahlen im auslaufenden Jahr. Ergänzend berichtete Monsignore Feulner, dass auch die Aktivitäten rund um die Wallfahrten in Marienweiher wieder Fahrt aufnehmen. Die Zahl der Besuche alteingesessener Pilgergruppen sei angewachsen. Ebenso würden sich immer mehr neue, kleine Gruppen auf den Weg zur Gottesmutter von Marienweiher machen. Insgesamt sei die Entwicklung auf einem guten Weg, könnte aber durch die Zusammenarbeit der Gastronomen untereinander und die Mitarbeit der Kommunen noch wesentlich verbessert werden.

Daniel Schramm vom Arbeitskreis Medien rief nochmals in Erinnerung, dass eine Neuauflage der beliebten und meistens vergriffenen LQN-Taler anstehe. Der neue Gutschein soll im Scheckkartenformat aus Kunststoff und nicht mehr aus Papier hergestellt sein. Entsprechende Vorbereitungen laufen bereits.

Eine neue Idee stellte Erik Heidenreiter aus Enchenreuth vor. Am 20. Juni soll auf dem Sportgelände des TSV Enchenreuth ein Kleinfeld-Turnier, der LQN-Cup, starten. Bis zu zehn Mannschaften spielen um einen Wanderpokal. Die Ausrichtung des LQN-Cups soll unter dem Deckmantel von LQN jeweils im jährlichen Turnus bei den Fußballvereinen rotieren.

Kernthema der Sitzung war jedoch die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei LQN insgesamt. Bisher stellte sich das Vorhaben als ein loser Zusammenschluss aktiver und interessierter Bürger auf. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Gespräche mit den Bürgermeistern sowie Vertretern von Fördergeldstellen geführt, ob und wie das Projekt fortgesetzt werden könne. Der Wunsch nach einer festeren Struktur zur rechtlichen Absicherung des Vorstands sowie die Übertragung von Kernaufgaben an eine Geschäftsstelle standen schon seit einer Klausurtagung im März 2018 im Mittelpunkt der Überlegungen. Die Versammlung entschied sich einstimmig für die Gründung eines Vereins. Hierzu wird eine Arbeitsgruppe für die Aufstellung der Satzung und der Vereinsstruktur Anfang des kommenden Jahres vorbereitend tätig werden. red