Übertritt ohne Überdruck

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Wenn in Bayern die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen ihre Übertrittszeugnisse erhalten, herrscht in vielen Familien Aufregung, Anspannung – manchmal sogar Angst. Werden die Noten reichen fürs Gymnasium? Wie sind die Chancen auf der Realschule oder der Mittelschule?

Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Doch oft wird vergessen, dass „das Beste“ nicht immer das mit den besten Noten ist. Die Jugendsozialarbeiterinnen an Grundschulen im Landkreis Lichtenfels erleben, wie sehr Kinder unter dem Leistungsdruck im Übertrittsjahr leiden. „Manche schlafen schlecht, andere verlieren die Freude am Lernen oder zweifeln an sich selbst“, berichtet Melanie Nyirö, die Jugendsozialarbeiterin an Schulen (JAS) der Johann-Puppert-Grundschule in Michelau.

„Natürlich spielt Bildung eine zentrale Rolle, aber die Kinder brauchen Vertrauen in sich selbst statt Druck“, meint die Sozialpädagogin. Ein Kind, das in der vierten Klasse noch Zeit brauche, könne auf der Mittelschule oder Realschule genauso erfolgreich und glücklich werden wie ein anderes Kind auf dem Gymnasium. Später stünden ohnehin viele Wege offen. Das Angebot der Jugendsozialarbeit existiert an mehreren Schulen im Landkreis Lichtenfels. red