Tendenz Über die Entwicklung der Müllmengen im Landkreis informierte der Leiter des Umweltzentrums, Rainer Zimmer. So waren im Vergleich zum Vorjahr teilweise beträchtliche Steigerungen zu beobachten. So stieg das Restmüllaufkommen im Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken (ZAW) für Lichtenfels von 2019 auf 2020 von 214 auf 221 kg pro Einwohner und das Sperrmüllaufkommen von 28 auf 33 kg. Die Gesamtabfallmenge (Holsystem) stieg im gleichen Zeitraum beim Hausmüll von 14 328 Tonnen auf 14 762 Tonnen, beim Sperrmüll von 1887 Tonnen auf 2213 Tonnen und beim Gelben Sack von 1323 Tonnen auf 1419 Tonnen. Lediglich beim Papier war ein leichter Rückgang von 3863 auf 3717 Tonnen zu verzeichnen. Auch bei den Abfallmengen im Bringsystem waren Steigerungen für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. So stieg die Gesamtmenge beim Alteisen von 290 auf 370 Tonnen, beim Altholz von 1491 auf 2164 Tonnen, bei Altreifen von 143 auf 164 Tonnen, beim Bauschutt von 1716 auf 2550 Tonnen, bei Behälterglas von 1482 auf 1583 Tonnen und bei Grüngut von 9760 auf 10 685 Tonnen.

Präsentation Die seit Dezember 2019 installierte Öko-Modellregion Oberfranken-Jura, die den gesamten Landkreis Lichtenfels und fünf Gemeinden aus dem Landkreis Bamberg umfasst, stellte deren Leiterin Bianca Faber vor. Das Management wird mit 75 Prozent seitens des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert. Das gesetzte Ziel lautet: Mehr ökologisch erzeugte Produkte aus der Region für die Region. Hierzu wurden unterschiedliche Teilprojekte entwickelt: Regionale Vermarktungsmöglichkeiten für Bioprodukte (Dorfläden, Marktschwärmerei, Gastronomie), Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft, Gemüse (Solidarische Landwirtschaft Obermain), Sonderkulturen (Linsen), Fleisch (Bio-Rindfleisch), Streuobst (Biozertifizierung), Erzeugergemeinschaft ((Zwischenschritt „MainJuraBio“ als Label). Als Agenda für die nächsten Jahre ist eine Erweiterung der verfügbaren, ökologisch erzeugten Produkte der Grundversorgung wie Getreide/Mehl, Fleisch/Wurst, Milch/Milchprodukte, Gemüse , Öl und Getränke vorgesehen.

Blühpakt Zum Schluss informierte Kreisfachberater Michael Stromer über die Initiative der Kreisgartenfachberatung zusammen mit dem Landschaftspflegeverband zum Blühpakt Bayern. Dieser ist Teil der Biodiversitätsstrategie, also der übergreifenden Anstrengungen für Artenreichtum und gegen Artensterben . Einen Beitrag hierzu können die Kommunen liefern mit dem Ziel, dass auf den kommunalen Flächen wie Grünstreifen, Verkehrsinseln, Dorf- und Spielplätzen oder Ausgleichsflächen die ökologischen Aspekte bei der Begrünung und Pflege einen hohen Stellenwert haben. Kreisfachberater und Umweltstation bieten den Gemeinden und Bauhöfen dabei eine Beratung und Umsetzungsbegleitung an. Michael Stromer stellte mehrere Beispiele vor wie etwa die Gestaltung des Köstener Kreisels oder die Grünflächen entlang der Straße von Altenkunstadt nach Strössendorf. thi