Marktzeuln soll bald ein Mitglied der "Deutschen Fachwerkstraße" und in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte werden. Bürgermeister Friedlein-Zech (UBMz) wurde in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates in der TSV-Turnhalle offiziell beauftragt, die Aufnahme von Marktzeuln zu forcieren.

Der Bürgermeister berichtete, dass die Geschäftsführerin der Initiative vor etwa einem Jahr bei ihm war. Und sie war begeistert von Marktzeuln . Das Gemeindeoberhaupt warb für diese Gelegenheit, Marktzeuln ins Rampenlicht zu schieben: "Wir sollten uns diese große Chance nicht entgehen lassen!"

Die "Deutsche Fachwerkstraße" wurde 1990 ins Leben gerufen und erstreckt sich auf einer Länge von über 3500 Kilometern von der Elbe über die Oberlausitz bis hin zum Bodensee . Sie führt durch die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Unter dem Motto "Fachwerk verbindet" haben sich inzwischen über 100 Fachwerkstädte zusammengeschlossen, um sich gemeinsam zu präsentieren.

Aus touristischer Sicht begrüßt der geschäftsführende Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte das in hohem Maße gut erhaltene mittelalterliche Stadtbild, die Lage an der Rodach und die geplante Errichtung eines Reisemobilstellplatzes. Das aktuelle Konzept ISEK/KDK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept/ Kommunales Denkmalkonzept) Marktzeuln sieht die Planung und Umsetzung eines Rundwanderweges mit dem Schwerpunkt der Präsentation der Fachwerkdenkmäler vor. Bei beiden Verbänden, die die entsprechenden Sitzungen jeweils am 9. März veranstalten, ist davon auszugehen, dass einer Aufnahme Marktzeulns nichts entgegensteht. Ein Mindestbeitrag von 1000 Euro wäre zu entrichten. Die KDK empfiehlt, sich solchen Verbänden anzuschließen, um Werbung für Marktzeuln zu machen.

Begeistert äußerten sich die Gemeinderäte . Jutta Stark (UBMz): "Wir sollten den weißen Fleck in der Karte der Deutschen Fachwerkstraße füllen!" Man könne eventuell zwei Wohnmobilstellplätze und die Erbauung einer festen Rodachbrücke bei den Schützen planen. Petra Niechziol ( SPD ) vermutet, dass durch den Anschluss an die Fachwerkstraße auch leichter eine Genehmigung für den Rundwanderweg seitens des Wasserwirtschaftsamtes zu erhalten sei. Heinz Fischer (UBMz) fand, dass dieser positive Druck gut wäre, um nicht zum Einschlafen zu kommen. Erwin Grünbeck ( CSU ) mahnte an, dass man durch diese Mitgliedschaft eine gewisse Verpflichtung hätte, um etwas gegen die Leerstände zu tun und die Schätze zu erhalten. Positiv sei, dass man als Mitglied der Fachwerkstraße damit Werbung machen könne.

Der Bürgermeister fasste zusammen: "Die Mitgliedschaften in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und in der Deutschen Fachwerkstraße ist für alle eine Win-Win-Situation!"

Das Gemeindeoberhaupt berichtete auch, dass unter dem zeitlichen Druck der Schulöffnung drei Luftreinigungsgeräte beschafft wurden. Eines im Wert von 4000 Euro wurde von den UBmz (Unabhängige Bürger Marktzeuln ) gespendet. Sie seien seit Montag im Einsatz.

Da die Feuerwehren aufgrund der momentanen Situation nur auf Einsätze fahren dürfen und weder Übungen noch Sitzungen abhalten dürfen, wurde der Notfallkommandant und der Notfallkommandantenstellvertreter der FF Horb am Main in Absprache mit diesen bestimmt. Der Gemeinderat stimmte der unbefristeten Bestellung des Notfallkommandanten Klaus Meusel und seines Kommandantenstellvertreters Christian Betz durch den Ersten Bürgermeister zu.