Corona kann einen ganzen Gemeinderat lahmlegen - wenn sich mehr als die Hälfte der Räte in Quarantäne befinden. Um in solchen Fällen dennoch Sitzungen durchführen zu können, hat der Gesetzgeber gehandelt. Mitglieder kommunaler Gremien dürfen sich zukünftig audiovisuell zuschalten lassen. Solche Hybridsitzungen wird es auch in Altenkunstadt geben und zwar bis zum 1. Januar 2022.

Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend. In diesem Zusammenhang erinnerte Ludwig Winkler (FBO) an eine alte Forderung der Freien Wähler . Sie hatten sich vor einigen Jahren für die Live-Übertragung von Gemeinderatssitzungen im Internet stark gemacht, allerdings keine Mehrheit für ihren Vorstoß gefunden. "Meines Wissens unterstützen noch immer nicht alle Mitglieder des Gremiums die Idee", kommentierte Bürgermeister Robert Hümmer ( CSU ) die Gedankenspiele der Freien Wähler . Zugleich verhehlte er nicht, dass die Gemeinde über die technischen Voraussetzungen für eine solche Übertragung verfüge. Winkler bat den Rathauschef, zu eruieren, wer für oder gegen eine Live-Übertragung ist, was dieser zusicherte.

Statt im Wahllokal machen immer mehr Wähler ihr Kreuz in den eigenen vier Wänden. Die Corona-Pandemie dürfte diesen Trend bei der Bundestagswahl am 26. September noch verstärken. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der Stimmbezirke verkleinert. Stefan Deuerling erläuterte die Änderungen, die auch für Folgewahlen gelten sollen. Bürger aus den Stimmbezirken 1 bis 3, die den größten Teil des Hauptortes Altenkunstadt umfassen, geben ihre Stimmen in der Grundschule ab. Aufgrund der derzeit durchgeführten Sanierungsarbeiten tun sie das allerdings nicht direkt in der Bildungseinrichtung, sondern in den Containern, in denen die Schüler während der Bauphase unterrichtet werden. Der Stimmbezirk 4 umfasst neben dem Ortsteil Woffendorf nun auch noch das Areal Galgenberg in Altenkunstadt . Der fünfte Wahlbezirk Maineck wurde um den ehemaligen Stimmbezirk Baiersdorf erweitert, ebenso der Stimmbezirk 6 (Maineck), der zukünftig Strössendorf mit umfasst.

Die Gemeinde wollte über ein Carsharing-Projekt Fahrzeuge für die Öffentlichkeit bereitstellen. Finanziert werden sollte das Ganze über Werbung auf den Autos. Doch daraus wird nichts. "Es gibt zu wenig Beteiligte an dem Projekt", teilte der Bürgermeister enttäuscht mit. Kämmerer Stefan Deuerling gab auf Nachfrage von Georg Deuerling (FBO) bekannt, dass es mit der Erstellung des Haushaltsplanes noch eine Weile dauern werde, da man derzeit den Prüfer des kommunalen Prüfungsverbandes im Haus habe. Vom Bürgermeister wollte Georg Deuerling wissen, wann die Bauarbeiten für den Altbau der Grundschule (Bauabschnitt I) beendet seien. "Zu den Sommerferien und nicht wie ursprünglich geplant zu den Pfingstferien", antworte Hümmer.

Gemeindemedaillenträger Dieter Sutter, der sich vor allem um den Tischtennisverein 45 verdient gemacht hatte, verstarb am 4. April. In einer Schweigeminute gedachten die Gemeinderäte des Verstorbenen. stö