Im Landkreis Lichtenfels sorgte der Frühjahrsaufschwung im Mai für einen weiteren Rückgang der Jobsuchenden . Die Arbeitslosigkeit verringerte sich um 97 Personen (-6,3 Prozent) auf 1453.

Lichtenfels verzeichnete im abgelaufenen Monat den kräftigsten Rückgang im gesamten Agenturbezirk Bamberg-Coburg. Zum Vergleich: Im Mai letzten Jahres, als der erste Lockdown zu Ende ging, stieg durch die Corona-Krise die Arbeitslosigkeit um 46 Personen (+2,8 Prozent). Durch die seit Monaten andauernde Erholung am Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenzahl inzwischen um 239 Männer und Frauen bzw. 14,1 Prozent geringer als vor einem Jahr.

24 fanden neuen Arbeitsplatz

Im letzten Monat verloren 5,8 Prozent weniger Menschen (-8) ihre Beschäftigung als 2020. Gleichzeitig fanden 19,5 Prozent mehr (+24) Personen einen neuen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote nahm im Mai um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent ab. Der Vorjahreswert zählte 4,3 Prozent.

Dem Arbeitgeberservice wurden im Mai aus dem Landkreis Lichtenfels 236 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 94 mehr (+66,2 Prozent) als im Vorjahr. Der Zugang fiel sogar um 42,2 Prozent bzw. 70 Stellenangebote größer aus als im Mai 2019 vor der Krise. Das Plus des Personalmehrbedarfs entfiel überwiegend auf die Bereiche Produktion, Lager, Transport und das Gesundheitswesen. Im Bestand gibt es 944 Offerten, 70 bzw. 8,0 Prozent mehr in 2020.

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, kommentiert die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt so: „Im Mai setzte sich der Frühjahrsaufschwung dynamisch fort. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fiel sogar größer aus als in den Jahren vor der Krise. Neben saisonalen Einflüssen spielte zunehmend die sich erholende Konjunktur eine Rolle für gestiegene Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Durch die Kurzarbeit ist es in der Krise gelungen, Kernbelegschaften zu erhalten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Be-triebe im Aufschwung sichern.“

Vor allem Helferstellen gesucht

Um Auftragsspitzen abzudecken, wird derzeit wieder verstärkt Personal über die Zeitarbeit gesucht. Überwiegend sind es jedoch Helferstellen. Fachkräfte werden wieder zunehmend von den Firmen direkt eingestellt, ein Indiz dafür, dass die Auftragslage stabil ist. Da es im Zuge der Corona-Krise und des Transformationsprozesses bei Automobilzulieferern im letzten Jahr zunehmend auch zu Freisetzungen von Fachkräften kam, bieten sich hier für beide Seiten gute Chancen. Nicht immer stimmen die Anforderungen der neuen Tätigkeit eins zu eins mit den Fähigkeiten des Bewerbers überein. Die Arbeitsagentur bietet dafür bei Bedarf Unterstützungsmöglichkeiten zur Einarbeitung oder Weiterqualifizierung auf die neue Tätigkeit. red