Egon Neder mit Dank verabschiedet

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Egon Neder (re.) erhält zum Dank einen Präsentkorb.
Egon Neder (re.) erhält zum Dank einen Präsentkorb.
Jens Slezak

Beim jüngsten Treffen der SPD-Ortsvereine Redwitz und Unterlangenstadt stand ein langjähriger Kommunalpolitiker im Mittelpunkt: Egon Neder wurde nach 42 Jahren im Gemeinderat feierlich verabschiedet und erhielt als Zeichen der Anerkennung einen Präsentkorb von seinen Parteifreunden.

Fraktionssprecher Jochen Körner würdigte in seiner Ansprache Neders jahrzehntelanges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für Unterlangenstadt sowie die Großgemeinde Redwitz . „Mit Egon Neder verliert der Gemeinderat eine prägende Persönlichkeit, die sich über viele Jahre hinweg mit großem Verantwortungsbewusstsein eingebracht hat“, betonte Körner. „Seine konstruktive Kritik und das Nachfragen und Suchen nach gemeinsamen Lösungen im Sinne für Redwitz werden mir fehlen“, so Körner wörtlich..

Auch Britta Commandeur, Zweite Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Redwitz , hob die Bedeutung Neders hervor und sagte, dass er auch in Zukunft als erfahrener Ratgeber eine tragende Rolle in den beiden Ortsvereinen spielen werde.

Auch Luke Commandeur fand anerkennende Worte für die Verdienste des langjährigen Gemeinderatsmitglieds. Seine Persönlichkeit und die enge Verbindung zu den Menschen in Unterlangenstadt, Redwitz und den Ortsteilen hätten seine jahrzehntelange Arbeit geprägt. Für die Gemeinde Redwitz sei es ein großer Verlust, dass Neder künftig nicht mehr dem Gemeinderat angehöre.

Neders kommunalpolitischer Weg begann 1984, als er erstmals in den Gemeinderat gewählt wurde. Auch bei der jüngsten Wahl trat er erneut an – auf dem letzten Platz der SPD-Liste. Durch das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler wurde er bis auf Platz vier nach vorne gewählt. Aufgrund des Verlusts eines Gemeinderatssitzes für die SPD verpasste er jedoch den erneuten Einzug knapp und steht nun als erster Nachrücker bereit. Vorstandsmitglied Benjamin Oster wies darauf hin, dass es nun gelte, die politische Arbeit der Ortsvereine zu intensivieren, um verlorenes Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Luke Commandeur betonte ergänzend, dass es für die Parteispitzen in Berlin und München jetzt umso wichtiger sei, intensiv an einem Zukunftsprogramm zu arbeiten und Geschlossenheit zu zeigen.

Trotz der Wahlergebnisse stand an diesem Abend vor allem der Dank im Vordergrund – für einen Kommunalpolitiker, der über mehr als vier Jahrzehnte hinweg die Geschicke seiner Heimatgemeinde mitgestaltet hat. Jochen Körner