Wie wird aus einer vormals kurzgehaltenen Mähwiese eine Blumenwiese? Spätestens seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wünschen sich viele Bürger , dass gerade auch die öffentlichen Grünflächen naturnah und insektenfreundlich gepflegt werden.

Eine Wiese am Ortsrand von Kösten zwischen der Bebauung und der Straße Richtung Kloster Banz befindet sich seit zwei Jahren in der Umstellungsphase und es ist zu beobachten, wie die blühenden Kräuter wie Salbei , Schafgarbe und Rainfarn bereits nach kurzer Zeit zunehmen. Aufgrund des vielen Regens wachsen die Wiesen heuer sehr üppig, wie das Landratsamt Lichtenfels in einem Pressebericht mitteilt.

Die Verantwortlichen der Stadt Lichtenfels , Georg Deuerling und Alexander Trütschel, wiesen zusammen mit Kreisfachberater Michael Stromer bei einem Ortstermin darauf hin, dass sich der Mährhythmus nach den Blütezeiten der Blumen richten muss. Das bedingt wiederum, dass die Bürger akzeptieren müssen, dass manche öffentlichen Grünflächen auch mal „ungepflegt“ aussehen.

Aber da habe sich in den vergangenen Jahren im Bewusstsein der Bürger viel getan, was sich ja auch in Stadtratsbeschlüssen zur Gestaltung öffentlicher Flächen niedergeschlagen habe. Sehr zu begrüßen sei hier die positive Grundeinstellung vieler Anwohner, so die Köstner Stadträtin Andrea Starker.

So haben die beiden Anlieger Jürgen Hanisch und Erwin Kalb die berechtigte Hoffnung, dass sich die Wiese in den nächsten Jahren noch weiter in Richtung einer artenreichen Blumenwiese entwickeln wird. Dadurch werde auch der Rastplatz an der Straße, der von Jürgen Hanisch mit gepflegt wird, aufgewertet, waren sich die Teilnehmer des Ortstermins einig. red