Ebensfeld  —  Die Abschlussfeier mit dem Jugendbeauftragten Sebastian Dorsch und der freiwilligen Feuerwehr Ebensfeld war sicherlich das Highlight des Ferienprogramms der Gemeinde. Zwölf Mädchen und Buben waren am letzten Feriensamstag zum Feuerwehrgerätehaus gekommen und durften für zwei Stunden selbst einmal ein Feuerwehrmann sein.

Sebastian Dorsch und der stellvertretende Kommandant der Ebensfelder Tobias Walter verteilten zu allererst die passende Ausrüstung. Gar nicht so einfach: Auch wenn es genug kleine Helme und Kinderfeuerwehrhandschuhe von der vereinseigenen Wuselwehr gab, war doch dem einen oder anderen Kind die Einsatzjacke zu groß. Es musste improvisiert und gekrempelt werden. Die Kleiderkammer im ersten Stock war zum Glück gut bestückt.

Aufgeteilt in zwei Gruppen bestiegen die Kinder dann die großen Tanklöschfahrzeuge in der Fahrzeughalle. Ungläubiges Staunen: „Ja, ihr dürft da mal mitfahren!“ Sebastian Dorsch setzte sich selbst ans Steuer des einen, Feuerwehrmann Marcel Schardt ans Steuer des zweiten Einsatzfahrzeuges. Los ging’s zur kleinen Rundfahrt! In der Zwischenzeit bauten Daniela Darleen, Aaron Och, Vorstand Thomas Brosig und Kommandant Michael Braun eine Übungsstation mit zwei Kübelspritzen auf. Aufgabe der Kinder war es nämlich anschließend, zielgenau einen kleinen „Brand“ zu löschen.

Eine gewaltige Nummer größer ging es dann wenig später zu: Auf dem angrenzenden Acker stünde eine Scheune in Vollbrand, wurde angenommen: Mit einer riesigen Wasserfontäne, bei der die ganze Unterstützung eines Erwachsenen nötig war, durften die Kinder nun löschen. Ganz schön anstrengend!

Fast schon entspannend war die Führung durch das Gerätehaus: Die große Schlauchwaschanlage mit Trockenanlage, volle Regale mit aufgerollten B- und C-Schläuchen und die auch noch in verschiedenen Farben, Einsatzmaterialen von der Axt bis zum Absperrschild – das imponierte schon mächtig.

Bevor es zum Abschluss des Nachmittages das wohlverdiente Eis gab, wurden die Grundschüler noch Zeuge, wie Sebastian Dorsch die große Drehleiter ausfuhr. 30 Meter hoch ragte sie in den Himmel. Das beeindruckte sehr, manches Kind legte den Kopf in den Nacken und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und noch etwas brachte die Kinder zum Staunen: die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers: die war so schwer, dass ein Kind alleine sie nicht tragen konnte. Bis zu 25 Kilo wiegt die Ausrüstung mit Sauerstofflasche, Maske und Rucksack, erklärte Tobias Walter, so gehe man in ein brennendes Haus hinein. Wer von den Kindern jetzt noch mehr über die Arbeit der Feuerwehr erfahren möchte, kann sich bei Melanie Zahner melden. Sie leitet die Wuselwehr.