Landkreis und Gemeinde freuen sich über ein Plus

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Die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures spricht von einer "guten Nachricht für den Landkreis Kulmbach", ihr CSU-Kollege Martin Schöffel weist darauf hin, dass sich der Freistaat Bayern als "starker Par...

Die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures spricht von einer "guten Nachricht für den Landkreis Kulmbach", ihr CSU-Kollege Martin Schöffel weist darauf hin, dass sich der Freistaat Bayern als "starker Partner gerade der schwächeren Kommunen" erweise. Und auch MdL Rainer Ludwig (FW) freut sich: "Durch die Schlüsselzuweisungen ermöglichen wir die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Bayern."

Alle drei haben sich in Pressemitteilungen über die Höhe der Schlüsselzuweisungen geäußert, die gestern in München dem Bayerischen Landtag bekanntgegeben wurden.

Der Landkreis Kulmbach erhält im Jahr 2020 exakt 357 928 Euro mehr als in diesem Jahr, zusammen 13,762 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent. Die Landkreiskommunen bekommen zusammen weiter rund 16,5 Millionen.

Mehr Handlungsspielraum

Inge Aures weist auf eine Besonderheit hin: "Im Gegensatz zu den meisten Fördertöpfen im kommunalen Finanzausgleich sind die Schlüsselzuweisungen nicht zweckgebunden. Deshalb können die Kommunen über die Verwendung der Mittel frei entscheiden." Mehr Schlüsselzuweisungen führten folglich zu mehr finanziellem Handlungsspielraum und damit zu mehr Gestaltungsmöglichkeiten in unserem Landkreis."

Der Anstieg der Schlüsselzuweisungen im Freistaat um 150 Millionen Euro gegenüber 2019 liegt laut Aures jedoch nicht daran, dass der Freistaat die Kommunen prozentual stärker an seinen Steuereinnahmen beteiligt, "sondern ist ausschließlich eine Folge der gestiegenen Steuereinnahmen des Freistaats".

Die SPD-Landtagsfraktion und die kommunalen Spitzenverbände forderten seit Jahren eine Erhöhung der Schlüsselzuweisungen zur Stärkung der Haushalte von Städten, Gemeinden und Kreisen. Dafür müsste aber der kommunale Anteil am allgemeinen Steuerverbund erhöht werden.

Verbundquote zu niedrig?

"Der kommunale Anteil am allgemeinen Steuerverbund muss schrittweise von aktuell nur 12,75 Prozent auf zumindest 15 Prozent ansteigen, damit mehr Schlüsselzuweisungen in die Haushalte der Städte, Landkreise und Gemeinden fließen können", so die SPD-Abgeordnete. Mit 12,75 Prozent habe Bayern sogar die niedrigste Verbundquote in ganz Deutschland.

Sehr zufrieden zeigte sich der CSU-Abgeordnete Martin Schöffel: "Der Landkreis Kulmbach und die dazugehörigen Städte und Gemeinden werden im kommenden Jahr von gestiegenen Schlüsselzuweisungen des Freistaats Bayern profitieren. 2020 fließen 30,26 Millionen Euro zu uns in die Region." 16,50 Millionen Euro würden in die Gemeinden im Landkreis Kulmbach fließen. Eine der Gemeinden mit hoher Steigerung sei Mainleus. Die Gemeinde werde im kommenden Jahr 1,97 Millionen Euro erhalten.

Landesweit würden die Schlüsselzuweisungen um 150 Millionen Euro auf erstmals über vier Milliarden Euro steigen. Die Mittel seien die wichtigste Einzelleistung aus dem kommunalen Finanzausgleich.

"Insgesamt werden die Gemeinden und Landkreise im Jahr 2020 rund 10,29 Milliarden Euro erhalten", so Schöffel. "Das ist ein neuer Rekordwert und sorgt dafür, dass unsere Kommunen auch weiterhin massiv in die Zukunft investieren können."

Umlage fällt weg

Zudem wird laut Schöffel die eigene Einnahmebasis der bayerischen Kommunen gestärkt. Ab dem 1. Januar 2020 falle die erhöhte Gewerbesteuerumlage weg. "Allein dadurch stehen unseren Gemeinden und Landkreisen rund 800 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Das zeigt ganz eindrücklich: Der Freistaat bleibt der starke Partner unserer Kommunen." red