Heftig rumorte es einmal mehr in der jüngsten Gemeinderatssitzung beim Thema Verkehrssituation längs der Staatsstraße.
Ernst Strian fragte nach, wieweit es bereits ein Protokoll gebe zur Ortsbegehung mit Vertretern von Gemeinde, Kreis und Staatlichem Straßenbauamt am 4. Mai. Was sind die Konsequenzen? Was hat man vor mit den beschädigten Straßen, fragt er, wie kann man überhaupt planen?
Er erwähnte die Kanalsanierung, die vor möglichen Reparaturarbeiten von der Gemeinde ins Auge zu fassen wäre. Generell vermisst Strian eine notwendige Planungssicherheit.
Bürgermeister Ochs will nachfassen und erwähnt auch einen ICE-Sondertopf, den es geben solle.
Zur aktuellen Verkehrssituation fragte Edwin Rank nach, wer hafte, wenn ein Kind auf dem Gehsteig angefahren würde. Dies ist ein extremes Risiko in Weingarts, wo Schwerlastwagen im Rahmen des Ausbaus der neuen ICE-Strecke regelmäßig in den engen Kurven den Gehsteig mit befahren.
Die Schäden generell sind sowohl auf der Straße, den Rändern und Gehsteigen leicht erkennbar.


Krippenanbau geht voran

Der Anbau der Kinderkrippe in Kunreuth geht planmäßig voran. In der jüngsten Gemeinderatsitzung wurde die Inneneinrichtung an die Firma Wehrfritz, Bad Rodach, zu einem Preis von 20 429 Euro vergeben.
Herbert Amtmann als zuständiger Architekt regte bei dieser Gelegenheit die Installation von Tageslichtspots auch im Altbau in der Decke an. Damit sei die Möglichkeit von mehr natürlichem Licht gegeben. Sie können Kunstlicht, zumindest teilweise, ersetzen. Der Rat bewilligte dafür den fälligen Betrag von 2 820 Euro.
Keine Einwände hat die Gemeindevertretung zum Bebauungs- und Grünordnungsplan "Kellerwiese in Thuisbrunn" und beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) Effeltrich und Poxdorf. Der Bürgermeister informierte seine Gemeindevertreter außerdem zur geplanten Auftaktveranstaltung einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung in der Stadthalle von Ebermannstadt im Rahmen des ILE-Konzepts. Gemeinsame Stärken und Schwächen sind zu erarbeiten. Jeder Gemeinderat ist gefragt, nicht nur die Stimme der jeweiligen Bürgermeister.
Nicht auf der Tagesordnung stand das Projekt Feuerwehrhaus in Weingarts. Als Zuhörer und Vertreter der FFW Weingarts erteilte man dazu auch Stefan Siebenhaar das Wort. Der bisherige Standort neben dem ehemaligen Raiffeisengebäude, das auch der Bauhof nutzt, ist beengt. Siebenhaar verwies auf die sehr aktive Wehr mit rund 50 Aktiven und 20 Jugendlichen. Er brachte den Parkplatz am Sportheim neben den Glascontainern ins Gespräch, wo ausreichend Gemeindegrund zur Verfügung steht.


Schlaifhausen als Vorbild

Siebenhaar legte eine lange Reihe von Argumenten für dieses Vorhaben vor. Als Muster wird das Feuerwehrgerätehaus in Schlaifhausen zum Vorbild genommen. Gleichzeitig regte Siebenhaar auch noch einen Mannschaftstransportwagen an, der gut in das Gebäude passen würde. Das schien Bürgermeister Ochs dann doch ein Sprung zu weit zu sein. Das Projekt Feuerwehrhaus wird allerdings die Kommune noch intensiver beschäftigen. Der Gemeindeausflug führt dieses Jahr am 30. September nach Mödlareuth und ins Fichtelgebirge nach Selb.