"Kulturboden war geschockt!" entgegnen die Betreiber dieses Veranstaltungsraums in der Hallstadter Marktscheune, Gaby Heyder und Ulrich Wrede, auf einen Leserbrief mit der Überschrift "Dorfrocker-Fans sind geschockt". In dieser am Donnerstag im FT veröffentlichten Lesermeinung hatte Tanja Engel aus Fulda kritisiert, dass sie mit anderen Fans nach Ende des Konzerts handgreiflich und weit vor der Sperrstunde vor die Tür gesetzt worden war.

Heyder und Wrede weisen die Vorwürfe zurück und betonen in einer Stellungnahme an den FT, dass der Kulturboden "quasi als größter Sponsor" durch kostenfreie Bereitstellung von Örtlichkeit, Technik, Technikern und Einlasskräften dieses Benefizabschlusskonzert ermöglicht habe. Doch dann seien Corona-Auflagen nicht beachtet worden. Wörtlich heißt es von den Betreibern: "Leider haben sich weder Band noch Publikum im Laufe des Konzertes an die bekannten Vorschriften gehalten. Die Zuschauer schunkelten, sangen, standen auf, die Band hat nur halbherzig - trotz mehrmaliger eindringlicher Bitten des Kulturbodens - ihr Publikum ermahnt. Nach dem Konzert gipfelte das Ganze in einem Fantreffen der Band im Saal. Es wurden Selfies gemacht, Autogramme gegeben, Merchandise verkauft, es bildete sich ein enger Pulk um die Bandmitglieder, teils ohne Maske."

Strikt auf Vorschriften achten

Das Eingreifen des Kulturbodens und die sofortige Auflösung der gesamten Veranstaltung sei die "logische Pflicht" gewesen. Heyder und Wrede nennen es "mehr als schade", dass "weder Band noch Publikum die Sensibilität für die allgemeine Situation aufgebracht haben und egoistisch für sich agierten". Abschließend geben sie der Hoffnung Ausdruck, dass es demnächst mit den Veranstaltungen weitergehen kann, und versichern für diesen Fall: "Der Kulturboden wird auch weiterhin strikt auf die Einhaltung aller Vorschriften achten." red