Neuer Verbrauchermarkt eröffnet

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Die drei Filialen von Norma, Markgrafen-Getränke und Bäckerei Kutzer in dem Neubau an der Hainbergstraße haben auch einen großen Parkplatz.Klaus Rössner
Die drei Filialen von Norma, Markgrafen-Getränke und Bäckerei Kutzer in dem Neubau an der Hainbergstraße haben auch einen großen Parkplatz.Klaus Rössner

Seit Montag: Norma, Markgrafen-Getränke und Bäckerei Kutzer unter einem Dach in der Hainbergstraße

Die Neugier war riesig – schon am Sonntag, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, drückten sich Schaulustige die Nase platt an den Scheiben, um auszukundschaften, wie es im Inneren des neuen Verbrauchermarktes an der Hainbergstraße in Stadtsteinach aussieht.

Am Eröffnungstag war der Besucheransturm groß: Schon am frühen Morgen stürmten die Kunden den Laden, alle Parkplätze waren belegt. Der neue Discounter löst die alte Norma-Filiale im Ortsteil Ziegelhütte ab. Sie war bereits Ende der 1980er Jahre eröffnet worden. Die bald 40-jährige Betriebszeit merkte man dem Gebäude und dem Inventar an. Wohlwissend um den geplanten Neubau hielt sich Norma mit Investitionen zurück. Für die Immobilie war der Konzern ohnehin nicht zuständig. Es gehört einem Unternehmer aus dem südbayerischen Raum.

Mit der neuen, rund sechs Millionen Euro teuren Niederlassung verhält sich das anders. Hier ist die Norma nicht Pächter, sondern Eigentümer. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Stadtsteinach. Wir wollen hier bleiben“, unterstreicht Expansionsleiter Marc Saalfrank.

Nach seinen Worten bietet der neue Standort mit 1200 Quadratmetern eine fast doppelt so große Verkaufsfläche wie die alte Filiale. Dazu braucht es entsprechendes Personal: bis zu 15 Mitarbeitende sind hier beschäftigt, die Leitung liegt in den Händen von Andrea Holland-Moritz. Nicht weit entfernt von der neuen Niederlassung lebt Bereichsleiter Thomas Süß.

Neueste Technik

Der Bau setzt auf neueste Technik: eine Heizung mit Luft-Wärme-Pumpe sowie große Solarflächen auf dem Dach. Bei entsprechender Witterung kann das Gebäude den benötigten Strom selbst liefern und ist somit autark.

Die integrierte Filiale der Bäckerei-Kette Kutzer hat sogar sonntags von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet. Patrick Kutzer freut sich zusammen mit seiner Schwester Verena über die 56. Filiale des Familienunternehmens aus Konnersreuth. Sie bietet 270 Quadratmeter Nutzfläche und 55 Sitzplätze. Zudem ist ein Novum zu finden: Wer sich nicht niederlassen will, der kann sich Kuchen, Torten, Brötchen und Co. an einem Drive-in-Schalter direkt ans Auto bringen lassen.

Der Dritte im Bunde ist der Markgrafen-Getränkedienst aus Kulmbach. Für ihn hält Georg Ott die Stellung in Stadtsteinach. Damit setzt er sein langjähriges Engagement fort mit einer reichhaltigen Auswahl von Getränken aller Art.

„Ich freue mich riesig über euer Engagement. Es ist etwas Substanzielles, wenn die Leute vor Ort einkaufen können“, lobte Bürgermeister Roland Wolfrum ( SPD ), der sich zusammen mit seinem Stellvertreter Manuel Steinl die Ehre gab. Stadtsteinach sei ein guter Standort für ein solches Lebensmittel-Konglomerat aus drei Filialen.

In freudiger Erwartung auf die Neueröffnung hatte die Stadt schon im Vorfeld strukturelle Maßnahmen ergriffen wie etwa die Anbindung eines Fußwegs hin zum Areal. Und bei dem städtischen Glasfaser-Netz ist die Kommune sogar Lieferant für die drei Filialen.

Der Bürgermeister dankte für die unternehmerische Initiative und zeigte sich überzeugt davon, dass der Einsatz honoriert werden wird: „Die Stadtsteinacher werden das goutieren.“