Dinner en Blanc: Das Gute verbessert

1 Min
Zum ersten Mal fand das Dinner en blanc im neuen Stadtsteinacher Generationenpark statt.Klaus Rössner
Zum ersten Mal fand das Dinner en blanc im neuen Stadtsteinacher Generationenpark statt.Klaus Rössner
Tobias Schöffel
Tobias Schöffel
 
Gabi Schübel
Gabi Schübel
 
Ramona Rühr
Ramona Rühr
 

Die Stadtsteinacher Kult-Veranstaltung fand diesmal an einem völlig anderen Ort statt

Die 13 gilt in unserem Kulturkreis eigentlich als Unglückszahl. In manchen Gebäuden fehlt deshalb das 13. Stockwerk, und Judas, der 13. Jünger, hat Christus verraten. Doch im Fall des Dinner en blanc in Stadtsteinach wurde die mit Unheil verknüpfte Ziffer zum Glücksbringer.

Die 13. Auflage war ein voller Erfolg. Das Treffen fand diesmal entgegen der langjährigen Tradition nicht mehr in Stadtsteinachs Mitte am Marktplatz statt. Organisator Tobias Schöffel wagte den Sprung ins Wasser und verlegte das Event in den neu geschaffenen Generationenpark zwischen Partheimühle und Sportplatz.

Das Wagnis glückte. Alle Gäste begrüßten die Entscheidung als einen Fortschritt, sodass aus etwas Gutem noch etwas Besseres entstehen konnte.

xxx

Bei seiner Begrüßung wies der Organisator darauf hin, dass es auf dem Stadtsteinacher Marktplatz im Festjahr zum 875-jährigen Bestehen der Stadt eine große Veranstaltungsdichte gegeben habe, die für die Anlieger Einschränkungen mit sich gebracht habe. Erst eine Woche zuvor fand dort an zwei Tagen der Höhepunkt der Feierlichkeiten statt. „Da war die ganze Zeit Halligalli, deshalb wollten wir nicht auch noch dort feiern.“

Zudem hätte man aufgrund der diffusen Bedrohungslage in Deutschland erhöhte Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, um Anschläge mit Kraftfahrzeugen zu vermeiden.

Der Generationen-Park bietet dafür bessere Rahmenbedingungen, da er abseits von Straßen liegt. „Die Stadt hat hier für Millionen Euro eine wunderschöne Anlage geschaffen. Weshalb sollten wir sie nicht nutzen?“, fragte der Organisator.

Viele Gäste teilten seine Meinung. So lobte Gabi Schübel das wunderschöne Ambiente. Die bekannte Stadtsteinacherin war mit 82 Jahren die älteste Besucherin und hat bisher kein einziges Treffen ausgelassen. Sie schätzt die Ruhe und die Möglichkeiten in der gediegenen Anlage. Ihre Urenkel hatte sie mitgebracht, die die Freizeiteinrichtungen nutzten. „Besser kann es doch gar nicht sein.“

Doch das Picknick ist keine reine Veranstaltung für Ortsansässige. Es wird auch gerne angesteuert von Besuchern von außerhalb. Zu den Gästen gehörten Fans aus Kulmbach oder aus dem Stadtsteinacher Oberland. Oder auch Leute, die noch entfernter wohnen.

xxx

Wie Ramona Rühr. Sie lebt in Altenkunstadt und war von ihrer Freundin Brigit Fiedler mitgenommen worden. „Ich find‘ es total klasse hier“, sagt Ramona Ruhr. Sie war besonders von der Idylle begeistert, welche das parkähnliche Areal bietet.

Das Dinner en blanc geht als fester Bestandteil des Stadtsteinacher Veranstaltungskalenders in die Zukunft. Die Gäste genossen den wundervollen Sommerabend in entspannter Atmosphäre und bei chilliger, unaufdringlicher Musik und unter schattigen Bäumen. Die Teilnahme ist gratis, die Gäste bringen Tische, Stühle, Getränke und Speisen selbst mit. Einzige Voraussetzung: Alle Besucher müssen Weiß tragen.

Bei Einbruch der Dunkelheit dann der Höhepunkt des Abends: Mit Musik, Kerzenschein und einem Meer aus Sternchenwerfern begrüßte die Gesellschaft die Nacht.