Der romantisch anmutende Fichtelsee ist mit dem Barfuß-Sinnes-Pfad um eine Attraktion reicher geworden. Dieser Pfad ist ein Abenteuer für die Sinne, der hier in beispielloser Zusammenarbeit in der Kooperation der Bayerischen Staatsforsten mit dem Forstbetrieb Fichtelberg sowie der Gemeinde Fichtelberg im Sommer dieses Jahres entstanden ist und vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg gefördert wurde. Besonders stark hat sich bei diesem Projekt auch die Bürgerstiftung Fichtelberg eingebracht.

Der Pfad beginnt am großen Besucherparkplatz am Eingang zum Fichtelsee und von dort verläuft er in zwei Schleifen über eine Gesamtlänge von 1,5 Kilometern durch die schattigen Wälder am Ufer des Fichtelsees. Das Gebiet um das Naturdenkmal „Kaiserbergfelsen“ mit seinem abwechslungsreichen Waldbild und imposanten Granit-Fels-Gruppen und Wasser bot sich hierzu idealerweise an. Diese Kombination war eigentlich ein Glücksfall und viele Wege blieben auch naturbelassen. Aber auch die Finanzierung ist ein ausgesprochener Glücksfall. Der Pfad ist 24 Stunden geöffnet und der Eintritt ist kostenlos.

Ein Barfußpfad ist eine Gehstrecke, auf der durch Barfußlaufen besondere Sinneseindrücke und die damit verbundene Entspannung erlebt werden können. Kürzere Fußfühlpfade mit unterschiedlichen Bodenmaterialien wie Holz, Steinen, Rindenmulch, Rasen, Lehm, Schlamm und Wasser, aber auch kilometerlange Barfußwanderwege werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Damit kann die Konzentration geschult, der Bewegungsapparat gekräftigt und die Abwehrkräfte gestärkt. Daneben sind aber noch Erlebnismöglichkeiten wie Spiel- und Balancierstationen und Wassertreten enthalten. Die Idee zu diesem traumhaften Barfuß-Sinnes-Pfad entstand eher zufällig. Gemeinderat Manfred Fischer, einer der Initiatoren der Projektgruppe: „Ich war bei Bekannten am Brombachsee zu Besuch und wir sind auf so einem Pfad gelaufen. Ich war am Anfang sehr skeptisch, aber ich war dann sehr schnell begeistert.“

Eine Projektgruppe mit Bürgermeister Sebastian Voit, seinem Stellvertreter Bernhard Kraus, Manuela Hornung, Siegbert Schöler und Manfred Fischer wurde gegründet. Ursprünglich war das Projekt mit 60.000 Euro angesetzt, aber es konnte in der Höhe nicht verwirklicht werden und wurde auf die reinen Materialkosten von rund 20.000 Euro „abgespeckt“, die auch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit 90 Prozent und mit 10 Prozent vom Forstbetrieb Fichtelberg als Gemeinwohlprojekt finanziert wurden. Die notwendigen Arbeitsleistungen wurden von Mitarbeitern des Forstbetriebes Fichtelberg und ehrenamtlichen Kräften der Bürgerstiftung erbracht. Rei.