Der Forstwegebau am Veitsgraben und die Tonnagenbelastung der beiden Gemeindeverbindungsstraßen nach Listenberg waren die zentralen Themen, bei denen sich das Ködnitzer Ratsgremium zwar wieder einmal heiß redete, aber am Ende kühlen Kopf behielt.

Den Antrag zu den Straßen hatte Zweiter Bürgermeister Heinz Mösch (CSU) eingebracht, da die Gemeinde das Thema nun schon ein Jahr vor sich herschiebe. Bürgermeisterin Anita Sack (FW) erwiderte, dass Anlieger ihre Gesprächsangebote abgelehnt hätten. Mösch forderte erneut einen runden Tisch, um in der Dezember-Sitzung eine Entscheidung herbeiführen zu können.

"Die beiden Straßen auf 7,5 Tonnen zu beschränken, ist für mich ein absolutes No-Go", sagte Michael Heisinger (Rangen). Er gab dazu auch ein Schreiben der betroffenen Landwirte aus Maierhof, Reisighof, Listenberg, Ködnitz und Fölschnitz bekannt. Darin wird festgestellt, dass die aufgezeigten Beschädigungen an einem Hauseck oder Leitplanken nachweislich nicht durch den Lohnunternehmer oder durch Landwirte entstanden sind. Die Landwirte betonen vielmehr, dass die bodenschonende Bereifung des in der Kritik stehenden Fahrzeuges zu einer Entlastung der Straßen beitrage. Ein Gutachten, so Heisinger, untermauere diese Aussagen. Eine Verlagerung des land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs führt laut einiger Bauern mindestens zu einer Verdoppelung der Transportkosten und des CO 2 -Ausstoßes. Flächen an den Straßen könnten in der Folge nicht mehr bewirtschaftet werden. Heisinger: "Wir drehen den Bauern den Hahn zu, das ist unmöglich. Wir müssen die Sache ins Reine zu bringen."

Zum Forstwegebau am "Veitsgraben" verwies die Bürgermeisterin auf eine Besprechung mit den Vertretern des Wasserwirtschaftsamts Hof und des Amts für Landwirtschaft. Nach langer Diskussion verständigte man sich einstimmig darauf, den Ausbau zu planen, zumal hier eine hohe Förderquote in Aussicht gestellt wird. Parallel dazu soll ein Ingenieurbüro die Kosten für einen möglichen Hochwasserschutz klären.

Anita Sack gab noch bekannt, dass die Feuerwehr beim Starkregen am 26. September in Ebersbach größere Schäden verhindern konnte. Bei einem Ortstermin wurde deutlich, dass das Tiergehege oberhalb von Ebersbach große Problemstellungen aufwerfe.