Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für die Wiedereinführung direkter Vereinszuschüsse in der Kreisstadt ein. "Gerade angesichts der Belastungen aller Vereine durch die Corona-Beschränkungen ist das ein wichtiges Zeichen zur Unterstützung unserer Vereine, die viel für die Stadt leisten", begründet Fraktionsvorsitzender Ralf Völkl den Vorstoß.

Die direkten finanziellen Vereinszuschüsse waren im Jahr 2008 im Zuge der Haushaltskonsolidierung abgeschafft worden. Seit einigen Jahren wird im Stadtrat aber über die Wiedereinführung diskutiert und auch eine Arbeitsgruppe bei der Initiative "Engagierte Stadt " wurde beauftragt, ein Konzept dafür auszuarbeiten. Konkrete Entscheidungen wurden aber noch nicht getroffen.

Jetzt ist es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, weil die Vereine dringender denn je Unterstützung benötigen, sieht die SPD jetzt die Zeit dafür gekommen. Sie hat deshalb beantragt, den Punkt auf die nächste Sitzung des Sozialausschusses oder des Stadtrates zu setzen, um einen Bericht der Arbeitsgruppe zu bekommen und in der Folgezeit die Zuschussrichtlinien zwischen den Fraktionen und Gruppen abzustimmen. Nach der Beschlussfassung müsse das Geld ja auch rechtzeitig im Haushalt eingeplant werden.

Die Vereinsförderung solle sich an gemeinnützigen Zwecken orientieren, wurde in der SPD-Fraktion diskutiert. So sollten Angebote in den Bereichen Sport und Kultur sowie soziale und ökologische Aktivitäten unterstützt werden. In diesen Bereichen leisten unsere Vereine einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt , den man auch finanziell honorieren und unterstützen solle. Die Musikvereine gestalteten viele öffentliche Veranstaltungen mit, die sportlichen Aktivitäten seien zu einem Großteil von Vereinen getragen, die Gartenbauvereine kümmerten sich um Grünanlagen oder schmückten öffentliche Plätze .

Stadtrat Klaus Simon wies darauf hin, dass viele Vereine seit einem Jahr keine Wettkämpfe, Auftritte oder gesellige Veranstaltungen durchführen könnten, die einen Großteil ihrer Einnahmen gebracht hätten, so zum Beispiel die Musik- oder Brauchtumsvereine. Stadtrat Hans Simon berichtete von den Vereinen, in denen er Mitglied ist, dass aber umgekehrt weiter Kosten für die Miete von Probenräumen oder den Unterhalt von Sportanlagen angefallen seien. In der Corona-Zeit hätten außerdem viele Vereine einen deutlichen Mitgliederschwund verzeichnet, da es kaum Neueintritte, sondern aufgrund fehlender Aktivitäten eher Austritte gegeben habe.

In dieser schwierigen Zeit müsse die Stadt deshalb die Vereine aktiv unterstützen - auch finanziell - damit ihnen die Probleme nicht über den Kopf wachsen. Über die Förderung des Ehrenamtes dürfe nicht nur geredet werden, sondern es müsse konkrete Hilfen geben, war man sich in der SPD-Stadtratsfraktion einig und hofft jetzt im Stadtrat auf eine sachliche Diskussion und positive Entscheidung. vz