Im Zuge der Corona-Pandemie zeichnet sich weltweit ein Anstieg häuslicher Gewalt ab. Die Problematik Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist jedoch nicht neu. Schon vor der Covid-19-Pandemie litten weltweit 243 Millionen Frauen und Mädchen unter Partnerschaftsgewalt. Ängste, akute finanzielle Nöte und Unsicherheiten begünstigen das Stress- und Gewaltpotenzial in Haushalten, wenn Familien dauerhaft auf engstem Raum eingesperrt sind und waren.

Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine Pandemie, vor der keine Frau geschützt ist – unabhängig von der Lebenssituation, dem Ort, dem Alter, dem sozialen Status oder der Herkunft. Dennoch trifft geschlechtsspezifische Gewalt nicht alle gleich: zum Beispiel Transfrauen und nichtbinäre Menschen, Migrantinnen oder indigene Frauen , Frauen mit dunkler Hautfarbe, behinderte und alte Frauen sind einem besonders hohen Risiko von Gewalt ausgesetzt.

Die Organisation „UN Women“ ruft deshalb auch in diesem Jahr dazu auf, sich an der Aktion „Orange the world“ zu beteiligen und ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Das Landratsamt Kronach folgt dieser Kampagne. „Es ist in der aktuellen Zeit wichtig, ein Zeichen zu setzen und damit auf das tabuisierte Thema aufmerksam zu machen“, so die Gleichstellungsbeauftragte Lisa Gratzke. Neben der Lichtaktion waren weitere Aktivitäten geplant, die allerdings aufgrund der aktuellen Coronasituation nicht stattfinden können.

Am 25. November leuchten weltweit Gebäude in orangenem Licht und zeigen so Solidarität mit den Betroffenen und Nulltoleranz gegen Gewalt an Frauen . Einbezogen sind dabei etwa Rathäuser, Fußballstadien oder Bürogebäude.

Im Landkreis Kronach werden zu diesem Anlass das Landratsamt und das Schaufenster des erzbischöflichen Jugendamts vom 25. bis 28. November 2021 in Orange leuchten. Die Farbe Orange steht für die Beendigung der geschlechtsspezifischen Gewalt . red