In der Blumenstraße in Hirschfeld sollen drei neue Bauparzellen geschaffen werden. Der Planentwurf des Ingenieurbüros IVS lag vom 5. Oktober bis 12. November im Rathaus aus. In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend stellte Norbert Köhler die Abwägung der sieben eingegangenen Stellungnahmen vor. Die größtenteils formellen Hinweise wurden zur Kenntnis genommen und in den Planungen berücksichtigt. Seitens der Bürger waren keine Äußerungen eingegangen.

Neu ist, dass am Ende der rund 150 Meter langen Straße – insbesondere aus Gründen des Brandschutzes sowie zur besseren Befahrbarkeit durch Müllabfuhr und Winterdienst – eine Wendemöglichkeit geschaffen werden soll. Voraussetzung hierfür ist zunächst, dass die Gemeinde das entsprechende Grundstück kaufen kann. Der Wendehammer mit einem Durchmesser von 16 Metern könnte entweder endgültig oder als Provisorium, also als Schotterfläche, angelegt werden, falls die Straße später einmal weiter ausgebaut wird.

Nicht berücksichtigt wurde dagegen ein Alternativvorschlag des Amts für Landwirtschaft. Die Behörde hatte empfohlen, die Bauplätze von Nord nach Süd über eine Stichstraße zu erschließen. Damit sollte vermieden werden, dass ein Restflurstück übrig bleibt, das nur schlecht bewirtschaftet werden könnte. „Das wäre kostentechnisch eine ganz andere Hausnummer, da wir dann eine komplett neue Straße mit Kanal und Wasserleitung benötigen würden“, gab der Planer zu bedenken. Zudem würden die unteren Grundstücke wohl später perspektivisch ebenfalls als Bauland genutzt.

Zweite Runde

Der abgeänderte Plan geht nun in die zweite Runde der öffentlichen Auslegung. In der Februar-Sitzung soll der Bebauungsplan als Satzung beschlossen und somit Baurecht geschaffen werden.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die neuen, ab dem 1. Januar 2022 geltenden Richtlinien zur Förderung von Vereinen. „Unsere Vereine engagieren sich im besonderen Maße für die Allgemeinheit und nehmen sehr wichtige gesellschaftliche, kulturelle oder sportliche Aufgaben wahr“, stellte Bürgermeister Thomas Löffler ( CSU ) heraus. Mit den neuen Richtlinien sollten vor allem die Nachwuchsarbeit und die Bereitstellung moderner Vereinsheime und Sportstätten verstärkt gefördert werden. Bisher erfolgte eine auf Sportvereine beschränkte Förderung von Baumaßnahmen von maximal 12,5 Prozent. Jetzt holt man auch Kulturvereine mit ins Boot. Der Zuschuss beträgt nun bis zu 20 Prozent bei einer Höchstsumme von 20 000 Euro (bisher 12 500 Euro).

Durch einen jährlichen Zuschuss soll ferner ein Beitrag für den Unterhalt von Vereinsheimen geleistet werden. Zudem werden Veranstaltungen wie Jubiläen stärker bezuschusst. In diesem Zusammenhang verwies der Bürgermeister auf die Verdoppelung der staatlichen Vereinspauschale für bayerische Sport- und Schützenklubs für 2020 und 2021. Auf Grundlage dieser Pauschale legt die Gemeinde weitere 50 Prozent drauf. „Mit den neuen Richtlinien stellen wir die Bezuschussung unserer Vereine auf ein ordentliches, solides Fundament“, lobte Peter Grüdl ( SPD ).

Im Vorgriff gewährte das Gremium einen Zuschuss von bis zu 3600 Euro für Sanierungsmaßnahmen im Kulturhaus Buchbach und folgte damit einem Antrag der Blaskapelle vom 9. Februar 2021.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte pandemiebedingt verspätet die Jahresrechnungen 2019 und 2020 örtlich geprüft. Positiv aufgefallen sei, so stellvertretender Vorsitzender Peter Grüdl, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausgeschöpft wurden. Dank gebühre allen Gewebetreibenden für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Angesprochen wurden die hohen Unterhaltskosten für das Freizeit- und Tourismuszentrum. Mit Blick auf anstehende Großinvestitionen appellierte der Ausschuss, alle Kosten hinsichtlich der Notwendigkeit zu überprüfen.

Jury kommt im Juni

Die Baumaßnahmen für das „Haus der Generationen“ in Hirschfeld schreiten gut voran. Man sei guter Dinge, dass das Gebäude im Laufe des Jahres 2022 fertig wird und alle Mieter einziehen können, sagte der Bürgermeister. Die Dachgeschoss-Wohnungen würden im Frühjahr ausgeschrieben. Kehlbach nimmt 2022 am Bezirksentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ teil. Hierzu wird am 28. Juni eine Bewertungskommission den Ort besuchen.

Die Bürgerversammlung wird, sobald es die Inzidenzen zulassen, im Frühjahr gehalten.

Nachdem heuer wieder keine gemeinsame Weihnachtsfeier stattfinden kann, war es dem Bürgermeister am Jahresende wichtig, Dank zu sagen. „Es war wieder ein arbeitsintensives, spannendes und interessantes Jahr mit einer Vielzahl an Projekten“, bekundete er. Sein Dank galt dem Gemeinderat , seiner Verwaltung sowie insbesondere den vielen Ehrenamtlichen der Gemeinde.

Namens des Gremiums gab Markus Löffler ( CSU ) den Dank an den Bürgermeister mit seinem Team für das gute Miteinander und die Bewältigung zahlreicher Großprojekte weiter.

Arbeiten ruhen im Winter

Frank Hirschböck (BLS) erkundigte sich nach dem sich im Verzug befindlichen Ausbau des Flieder- und Sonnenwegs. Die Bauarbeiten liefen bis Weihnachten, so die Antwort. Dann werde die Baustelle winterfest gemacht, ehe es im Frühjahr wieder losgehe. Man rechne mit einer Bauzeit von zehn bis zwölf Wochen und einer Fertigstellung Mitte 2022. Die entstehenden Mehrkosten würden noch konkret kommuniziert.

Tamaz Chinchaladze (BLS) sprach das Projekt „Gemeindeschwester“ unter Federführung des BRK-Kreisverbands Kronach an. Dieses soll in einer der nächsten Sitzungen nochmals vorgestellt werden.

Anke Weiß ( CSU ) monierte die ausgefallene Beleuchtung in der Dorfstraße. Hierzu erging bereits eine Schadensmeldung an das Bayernwerk . Die nächsten Gemeinderatssitzungen finden am 26. Januar und 23. Februar statt.