In der Rodacher Straße in Kronach soll eine weitere Einrichtung des Deutschen Ordens entstehen. Der Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Kronach behandelte in seiner jüngsten Sitzung den Antrag auf Neubau eines Soziotherapiezentrums „Haus St. Georg.

Bürgermeisterin Angela Hofmann freute sich über den Antrag. Die Ordenswerke des Deutschen Ordens seien mit dem Haus Fischbachtal in Tauschendorf seit über einem Vierteljahrhundert mit Aktionen und Aktivitäten über den Landkreis hinaus bekannt geworden. Besonders gerne angenommen würden die von den Bewohnern in der Kreativwerkstatt hergestellten kreativen Dekorationsartikel aus Holz und anderen Rohstoffen .

Wohngruppe unterm Dach

Gerhard Steidl ist seit Bestehen im Jahr 1995 der Leiter der Einrichtung. Er gab auf Nachfrage ausführliche Informationen zu den neuen Plänen in Kronach . Entstehen soll demnach ein Gebäude von circa 35 Metern Länge entlang der Rodacher Straße und von circa 22 Metern in das Hanggrundstück hinein.

Im Erdgeschoss und im ersten Stock sind jeweils zwölf Wohnplätze sowie im Dachgeschoss ein sogenanntes verlängertes Dach als Wohngruppe mit acht Plätzen vorgesehen. Insgesamt entstehen damit 32 Therapieplätze.

„Vorgehalten werden müssten sechs Fahrzeug-Stellplätze, geplant sind aber sogar zehn“, verdeutlichte Steidl. Ein Café soll als Arbeitstherapieprojekt für Suchtkranke ein kleiner Treffpunkt für Schüler oder für weitere Gruppen und Personen aus dem Wohnumfeld werden. Die Arbeiten sollen 2022 beginnen, als Bauzeit sind etwa eineinhalb Jahre vorgesehen. Ende 2023 soll die neue Einrichtung dann bezugsfertig sein.

Schon im November 2017 hatten die Ausschussmitglieder das gemeindliche Einvernehmen signalisiert. Und auch in der jüngsten Sitzung äußerten sich Tino Vetter (FW), Hans Simon ( SPD ), Claudia Wellach, Carin Bülling und Winfried Lebok (alle CSU ) durchwegs positiv. Das gemeindliche Einvernehmen wurden dann auch einstimmig erteilt.

Auch ein Antrag auf Neubau eines Wohnhauses mit Dreifachgarage in Fischbach stieß auf Zustimmung.

Mobilfunkmast wird gebaut

Keine Einwände gab es gegen die Errichtung eines Mobilfunkmastes mit circa 40 Metern Höhe in Horlachen. Das Gremium zeigte sich sogar dankbar, da einige Räte schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten, wenn sie in diesem Gebiet mit dem Handy telefonieren wollten. Zudem könnte bei Unfällen schneller Hilfe angefordert werden.

Außergewöhnliche Töne wurden unter dem Punkt Sonstiges laut. Tino Vetter freute sich, dass der kürzlich eröffnete E-Center Massak der Empfehlung des Ausschusses der Stadt Kronach gefolgt sei und die Fassade nun in heller Farbe gestaltet habe. Dies sollte man ausdrücklich loben.