Über 80 Bürgerinnen und Bürger gehören derzeit in Kronach den „Omas und Opas gegen Rechts“ an. Dabei sind die Kronacher eine bundesweite Ausnahme: So viele Männer gehören nirgends dazu. Für die...
Über 80 Bürgerinnen und Bürger gehören derzeit in Kronach den „ Omas und Opas gegen Rechts“ an. Dabei sind die Kronacher eine bundesweite Ausnahme: So viele Männer gehören nirgends dazu. Für die Zukunft wurden verschiedene Aktivitäten und Aktionen festgelegt.
Ob es wirklich auf einen Verbotsantrag der AfD hinausläuft? Dies war ein Thema beim Bundeskongress der „ Omas gegen Rechts“ in Erfurt, berichtete Hartmut Fleischmann, der mit seiner Frau Anne und dem Ehepaar Peter und Christine Witton dort war. Es gab verschiedene Diskussionen und eine große Demonstration.
Hartmut Fleischmann bedauerte, dass in den ländlichen Gegenden so viel Hass gegen die „ Omas “ offenkundig wurde. „In der Innenstadt von Erfurt gab es auch viel Zuspruch, aber nach dem Wochenende war mir doch ganz klar, wie es kommen wird“, meinte er zu den jüngsten Wahlergebnissen. Der nächste Kongress soll im kommenden Jahr in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf stattfinden.
„Was bedeutet der Aufschwung der Rechten gerade für die Frauenrechte ?“ Hierzu hatten die Omas einen sarkastischen, aber umso eindrucksvolleren Exkurs in die Zukunft unternommen: Worauf könnten sie sich freuen? Endlich könnten Frauen sich darauf verlassen, von liebenden Männern auf Händen getragen zu werden. Endlich müssten sie nicht mehr arbeiten gehen und eigenes Geld verdienen und könnten trotzdem der Altersarmut gelassen entgegensehen. Endlich müsse sich frau keine Gedanken mehr über Politik machen. Sie freue sich darauf, ihre Wohnung zu putzen und sie ihrem Mann als Refugium zur Verfügung zu stellen. Sie freue sich darauf, dass der Mann immer so gut für sie entscheidet und ihr abends von seinem spannenden Arbeitsalltag erzählt.
Die „ Omas gegen Rechts“ wollen sich immer mehr vernetzen. Um dies zu verstärken soll auch die Zusammenarbeit mit den Sonneberger Omas verstärkt werden. Hierzu wollen sich die Kronacher mit den Sonnebergerinnen am 2. Oktober in der Kronacher Synagoge treffen.
„Nacht der Demokratie“