"Was wollen wir in den nächsten zehn, 20 Jahren erreichen?", überschrieb Bürgermeister Bernd Rebhan die Ziele der Küpser Entwicklungskonzepte KEK³. "Wir wollen unsere Gemeinde weiterentwickeln. Stärken stärken und Schwächen verbessern." Der Marktgemeinderat billigte einstimmig den Projektfahrplan. Die Fraktionen haben die kompletten Unterlagen der Planungsbüros erhalten. Intensiv einbezogen werden die Wünsche und Vorschläge der Küpser Bevölkerung. Dazu kommen die durch die Fachplanungsbüros durchgeführten Stärken-Schwächen-Analysen.

Küps ist und bleibt attraktiv

Aus all dem kristallisierten sich folgende Zielsetzungen heraus, erklärte der Rathauschef dem Gremium: Küps ist und bleibt ein attraktiver Wohnstandort am Rand des Frankenwaldes. Hier vereinen sich gebaute Umwelt, Kultur, soziale Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen sowie Natur zu einem Ort, an dem sich Menschen aller Generationen wohlfühlen.

Bei der zukünftigen Entwicklung des Marktes Küps sollen die Aspekte Klimaschutz, energetische Sanierung und Flächensparen eine zentrale Rolle spielen. Bestehende Defizite im Ortsbild, vor allem im historischen Zentrum, sollen behoben werden. Im Bereich Verkehr geht es insbesondere um Radwege in der Ortsdurchfahrt und im Verlauf der Bundesstraße.

Ein wichtiges Ziel ist Barrierefreiheit. Mehr in den Vordergrund treten soll das kulturelle Erbe mit Schlössern und Porzellangeschichte. Die Stärken der Freizeitgestaltung und Naherholung sollen unter dem Dach des Frankenwaldes stärker gezeigt und ausgebaut werden.

Weniger Flächenverbrauch

Aufgrund einer perspektivisch nicht mehr weiter wachsenden Bevölkerung, soll die Siedlungsentwicklung klug gesteuert und auf die Erreichbarkeit von Nahversorgungseinrichtungen ausgerichtet werden. Dies bedeute für manche Ortsteile , sich auf die Innen- und Eigenentwicklung zu beschränken. In diesen Ortsteilen spielen der Natur- und Erholungsraum sowie die landwirtschaftliche Nutzung eine höhere Rolle als Wohnungsbau und Einzelhandel oder Gewerbe.

In der Sitzung wurde der zeitliche Fahrplan vorgestellt und beschlossen. "Das Wichtigste ist, dass alle Aspekte im Fahrplan enthalten sind", meinte Bürgermeister Bernd Rebhan . Ob alles in diesem Zeitraum machbar ist? Etliches wird durchgeführt werden, manches zumindest begonnen. Die an die Marktgemeinderäte übergebenen Vorstellungen der Planungsbüros sollen jetzt in den Fraktionen besprochen werden.

Am 24. Februar ist eine Videokonferenz zwischen Planern, Verwaltung und Fraktionen vorgesehen. In der Marktgemeinderatssitzung am 16. März will der Rat über die Priorisierung der einzelnen Maßnahmen beschließen. Ein Grundsatzbeschluss zur Innenentwicklung und ein Vorschlag zum Sanierungsgebiet soll dann beschlossen werden. Vom 6. April bis 4. Mai findet die Auslegung und Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit statt. Für den 18. Mai ist die Abschlusssitzung zum Projekt KEK³ vorgesehen mit Satzungsbeschluss.

" Es sind viele sinnvolle Einzelmaßnahmen aufgenommen", lobte Ralf Pohl ( SPD ). Allerdings sehe er einen wesentlichen Konzeptionsmangel. Entwicklungschancen für alle Gemeindeteile war das Erfolgskonzept unter dem früheren Bürgermeister Oswald Marr . "Wir haben wesentliche Vorbehalte gegen die Einteilung der Gemeindeteile in einzelne Schubladen", kritisierte er seitens der SPD-Fraktion . "Heute geht es nicht um Inhalte", erklärte Rebhan. "Über Inhalte kann noch gesprochen werden, heute geht es um den Prozess. Alles was ich an Material bekommen habe, ist an die Fraktionen herausgegeben."

" Unsere Stärke ist, dass wir die verschiedenen Ortsteile abbilden", betonte Ursula Eberle-Berlips ( CSU ). Jeder Marktgemeinderat solle seinen Ortsteil genau anschauen und ganz streng auf Projekte und Prioritäten prüfen.

Abriss an der Grundschule beginnt

"Wir beginnen jetzt tatsächlich mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch zum Neubau der Grundschule mit Turnhalle", informierte Bürgermeister Bernd Rebhan den Marktgemeinderat . "Jetzt wollen wir tatsächlich loslegen." Start der Arbeiten ist der Abriss des Zwischengangs zwischen Mittel- und Hauptgebäude wegen der Verlegung neuer Leitungen. Die Garagen am KIWI werden abgerissen. Es erfolgt ein Ersatzneubau für die Lagerung der Außensport- und Platzpflegegeräte. Auf den Weg gebracht werden die Abbrucharbeiten für den Mittelbau und die alte Schulturnhalle, die europaweit ausgeschrieben werden. Bis August soll dies durchgeführt sein.