Kronach bleibt ein Foto-Star beim Social-Media- Netzwerk Instagram . Wie Bürgermeisterin Angela Hofmann in der jüngsten Sitzung des Tourismus- und Stadtentwicklungsausschusses mitteilte, landete die Lucas-Cranach-Stadt beim „ Instagram Kleinstadt Ranking 2021“ der fotogensten Kleinstädte Deutschlands auf dem achten Platz und damit einen Platz besser als im Vorjahr.

Die Wertung zeige, dass es sich nicht um eine Eintagsfliege handele, „sondern um eine stetige gute Fortentwicklung der Stadt mit großem Potenzial an Sehenswürdigkeiten “, so Hofmann. Neben all den fotografischen Anziehungspunkten biete Kronach ein unglaublich facettenreiches Angebot an Kunst und Kultur und eine landschaftlich reizvolle Umgebung.

Die Bemühungen des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs stießen in der Sitzung auf große Zustimmung. Die Blicke sind laut Bürgermeisterin nach den nervenaufreibenden und teils deprimierenden Corona-Jahren 2020 und 2021 nur noch nach vorne gerichtet.

Ein nie dagewesener Einbruch

Betriebsleiterin Kerstin Löw verstand es zwar, ihre Stimmungslage zu verbergen, aber ab und an rutschte ihr doch heraus, vor welch schweren Herausforderungen der Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt stand. Die Pandemie habe zu einem noch nie da gewesenen Einbruch in der Tourismuswirtschaft geführt. „Sie traf eine Branche ganz besonders hart, deren gesamtwirtschaftliche Bedeutung in den vorangegangenen 20 Jahren immer mehr an Umfang gewonnen hatte.“

Auch für Kronach , das mit der aufwendigen Festungssanierung stark auf die Verbesserung der touristischen Infrastruktur setzt, habe Corona einen heftigen Einschnitt gebracht. Ein Lichtblick sei die Eröffnung des Hotels auf der Festung Rosenberg gewesen, so die Betriebsleiterin. „Dieses Juwel half, den Tourismus in Kronach vor Schlimmerem zu bewahren.“

Zusätzlich habe sich die Pandemie als Beschleuniger der digitalen Entwicklung gezeigt. Die Tourismuschefin setzt Hoffnungen in den Individual- und Familientourismus im eigenen Land und auf die neuen digitalen Strategien – für diesen Wettbewerb sei Kronach gerüstet. Man müsse hier dauerhafte Standbeine aufbauen, dann könne die Lucas-Cranach-Stadt profitieren. Auf dieser Basis legte sie den Wirtschaftsplan für 2022 vor. Sieben der neun Mitglieder billigten das Zahlenwerk. Klaus Simon ( SPD ) und Martin Panzer (ZKC) waren dagegen, sie hätten gerne mehr Spareffekte gesehen.

Der Wirtschaftsplan weist im Erfolgsplan Erlöse in Höhe von 787 510 Euro und Aufwendungen von 1,754 Millionen Euro auf. Das betriebliche Ergebnis beläuft sich somit auf minus 966 840 Euro. Der Vermögensplan sieht Investitionen in Höhe von 179 500 Euro vor.

Auf die Kritik der beiden Stadträte Simon und Panzer, eingehend, verwies die Tourismusleiterin auf die steigenden Fixkosten, die nicht immer durch Mehreinnahmen ausgeglichen werden können. Aber es lohne sich, in mehr Lebensqualität zu investieren: „Kultur lohnt sich!“

Freude über Förderung

Positiv nahm das Gremium die Informationen von Sabrina Stöckert über die Einführung einer Frankenwald-Card auf. Von dieser gingen positive Potenziale und Synergieeffekte für den Vertrieb touristischer Angebote aus, hieß es.

Ihr Zwischenbericht mit der Bekanntgabe über der zugesagten Förderung von 182 000 Euro durch das Heimatministerium löste Beifall aus. Die Bürgermeisterin lobte diese Initiative des Vereins „ Kronach er.leben“ und dankte der Vorsitzenden Sabrina Stöckert mit ihrem Team.

Einstimmig stimmten die Mitglieder der Ernennung neuer Botschafter der Stadt Kronach zu. Dies sind Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein , Jana Jill Bocklet, Professor Tobias Bocklet, Odette Eisenträger-Sarter, Franziska Krüger, Sabine Raithel und Altbürgermeister Manfred Raum.

Auf Nachfrage von Heinz Hausmann stellte Kerstin Löw einige Planungen für das Jahr 2022 vor. Unter anderem stehen Jubiläen an, so der 125. Geburtstag von Andreas Bauer , 20 Jahre Landesgartenschau Kronach , 500 Jahre September-Testament und der 500. Todestag von Hans Süß Kulmbach. eh