Es ist schon ein zauberhaftes Stückchen Erde: der idyllisch in unberührter Natur eingebettete Weiler Katzwich, der bislang nur schwierig zu erreichen war. Die schlechte Beschaffenheit der engen Zufahrtsstraße hatte insbesondere auch den Winterdienst der Stadt Ludwigsstadt immer wieder vor große Probleme gestellt. Zudem kam es bei den zuletzt vermehrt auftretenden Starkregenereignissen immer wieder zu Ausspülungen. Nun wurde die Ortsstraße inklusive der Zufahrt des Gasthofs „Katzwichklause“ asphaltiert – und bei einem kleinen Festakt offiziell für den Verkehr freigegeben.

„Die Maßnahme ist sehr gut gelungen“, freute sich Bürgermeister Timo Ehrhardt ( SPD ), der Vertreter der bauausführenden Firma STW aus Eliasbrunn, Mitglieder des Stadtrats und Anlieger begrüßen konnte. Mit der Asphaltierung sei ein langgehegter Wunsch, insbesondere des Gastronoms Jens Feuerpfeil, realisiert worden.

Wie der Bürgermeister einräumte, habe es durchaus Diskussionsbedarf hinsichtlich der Ertüchtigung der bislang sehr pflegeintensiven Straße gegeben – auch im Hinblick auf weitere sanierungsbedürftige Straßen im Gemeindegebiet. Durch das Ableiten von Wasser in die Randbereiche sowie das Aufbringen von Fräsgut habe man immer wieder versucht, die Ausspülungen zu regulieren. „Dennoch war die Situation nicht zufriedenstellend“, verdeutlichte Ehrhardt. In der Verwaltung habe man mit Bauhof-Leiter Claus Lindig nach einer zielführenden und kostengünstigen Lösung gesucht.

„Die Asphaltierung stellt eine nachhaltige Verbesserung der Infrastruktur dar. Wir haben eine dauerhafte Lösung, ohne ständig Löcher zumachen und Wasser beseitigen zu müssen“, verdeutlichte er. Für die Maßnahme sei im Stadtrat ein Budget von 60 000 Euro bewilligt worden, am Ende sei man erfreulicherweise sogar mit 50 000 Euro brutto hingekommen. Sein Dank galt der Firma STW für die zuverlässige Ausführung und die harmonische Zusammenarbeit.

Langfristige Lösung

Das Kompliment gab deren Geschäftsführer Christian Künzel-Sommer gerne zurück. Für seine Baufirma sei es ein gutes Signal, immer wieder Aufträge von der Stadt zu erhalten, man arbeite sehr gerne in Ludwigsstadt . Das Ziel, die Straße dauerhaft und preiswert herzustellen, sei durch einen Profilausgleich und das Aufbringen der Deckschicht erreicht worden. „Wir haben eine gute und langfristige Lösung gefunden“, zeigte er sich sicher.

Jens Feuerpfeil hatte in Eigenregie an der für Wanderer beliebten Wegstrecke noch zwei Ruhebänke aufgebaut. Wie er ausführte, hatten sich aufgrund der vormals schlechten Beschaffenheit und der Enge der Fahrbahn bislang Getränkefahrer geweigert, die Straße zu befahren. Nunmehr sei die „Katzwichklause“ für Zulieferer und Gäste wesentlich leichter erreichbar. Sein Dank galt auch dem Landkreis Kronach für das Einrichten einer Rufbus-Haltestelle an seinem Gasthof im Rahmen des neuen Mobilitätskonzepts. Im Vorjahr hatte der Gastronom allen Nutzern des Rufbusses als kleinen Anreiz ein Freigetränk spendiert. „Das waren bestimmt um die 60 Leute, die da waren“, freute sich Feuerpfeil.

Aus Freude über die neu asphaltierte Straße wird er diese Aktion nunmehr gemeinsam mit dem Weismainer-Verkaufsleiter Jörg Meisinger wiederholen, so dass sich alle Nutzer des Rufbusses bis auf weiteres wiederum über ein Freigetränk ihrer Wahl freuen dürfen. hs