Der Wallfahrtsort Glosberg freut sich auf ein Großereignis. Am Donnerstag, 26. Mai ( Christi Himmelfahrt ), wird man erstmals die Katholiken aus dem gesamten Dekanat Kronach zur Dekanatswallfahrt empfangen können.

Das Dekanat Kronach besteht aus den Seelsorgebereichen Frankenwald und Kronach und erstreckt sich über den gesamten Landkreis Kronach. Der Festgottesdienst beginnt um 11 Uhr und wird von Generalvikar Prälat Georg Kestel zelebriert. Die Konzelebranten, angeführt von Dekan Detlef Pötzl und Domkapitular Thomas Teuchgräber, kommen aus allen Pfarreien der SSB. Insgesamt darf man mit neun Priestern und zwei Diakonen im Altarbereich als Mitgestalter des Festgottesdienstes rechnen. Die musikalische Umrahmung gestalten der Musikverein Glosberg unter Leitung von Markus Welscher und der Chor Spirit Voices mit Gemeindereferent Martin Förtsch unter Leitung von Georg Kestel und Andrea Hart. Die Kollekte ist für den Caritasverband für den Landkreis Kronach zur Unterstützung der ukrainischen Flüchtlinge im Landkreis (Spendenkonto DE06 7719 0000 0307 1008 33 BIC: GENODEF1KU1).

Wallfahrtsort seit 1530

Die Wallfahrten nach Glosberg sind seit 1530 nachweisbar. Wie die Sage erzählt, wurde in dieser Zeit die spätgotische Muttergottesstatue, das heutige Gnadenbild, im Wald an einem Baum aufgefunden. Als immer mehr Pilger kamen, übertrug man das Bild in die Dorfkirche. 1727 soll die Muttergottesstatue blutige Tränen geweint haben. Die Wallfahrt nahm einen großen Aufschwung, so dass in den Jahren 1730 bis 1734 die jetzige große Wallfahrtskirche gebaut wurde.

Glosberg ist heute eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Frankenwald. Im Laufe der Zeit haben sehr viele Gläubige in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg Trost und Hilfe gefunden. Seit über drei Jahrzehnten gibt es die Dekanatswallfahrt, die vom damaligen Dekanatsratsvorsitzenden Heinz Hausmann mit eingeführt wurde.

Alle zwei Jahre gab es diese Wallfahrt für das damalige Dekanat Kronach. Letztmals 2019 nun hätte sie turnusmäßig eigentlich 2021 sein müssen. Wegen der Pandemie musste man aussetzen und hat sich nach der Strukturreform in diesem Jahr für eine Dekanatswallfahrt für das neu strukturierte Dekanat Kronach entschieden.

„Glaube gegen Bollerwagen“

Heinz Hausmann weist darauf hin, dass man bewusst die Dekanatswallfahrt an Christi Himmelfahrt durchführe, um den Feiertag ein besonderes Gewicht zu verleihen und ein Zeichen für das Bewusstsein und die Bedeutung dieses Feiertages zu setzen. „Glaube gegen Bollerwagen“ laute die Devise seit über drei Jahrzehnten. Musik, Gesang und Gebete sowie aus allen Himmelsrichtungen ankommende Pilger und Wallfahrer bestimmen die Dekanatswallfahrt.

Die Glosberger werden für Speis und Trank gesorgt haben, sagt Detlef Pötzl mit einem Schmunzeln. eh