Auf Einladung von IHK-Vizepräsident Hans Rebhan traf sich Landrat Klaus Löffler mit Vorstandsmitgliedern des IHK-Gremiums Kronach . Wie sich im Gespräch herauskristallisierte, stellt der Fachkräftemangel neben anderen Herausforderungen wie die Energiepreisentwicklung das größte Problem für die heimische Wirtschaft dar.

„Bis hoch zum mittleren Management ist der Markt wie leergefegt“, verdeutlichte Markus Weber die Situation. Er sieht in der zunehmenden Akademisierung unserer Gesellschaft ein großes Problem. Die Frage sei, wie man ein Umfeld schaffen könne, um die Attraktivität auch im Hinblick auf eine „klassische Ausbildung“ zu steigern.

Rückläufige Bevölkerungszahlen verstärken laut Nikolaus Wiegand die aktuelle Entwicklung. Deshalb sei es umso wichtiger, dem demografischen Wandel noch stärker den Kampf anzusagen.

Landrat Löffler verwies auf zahlreiche Weichenstellungen, die in den vergangenen Jahren erfolgt sind und die zu einer Attraktivitätssteigerung der Region beitragen sollen. Besonders wichtig sei es ihm dabei, junge Menschen von Beginn an einzubinden. Das Projekt „Stadt, Land, Ich“ mit der damit verbundenen Befragung zur Zukunft des Landkreises könne ein wertvoller Ansatz sein. Nicht zu vergessen sei das stetig wachsende Hochschulangebot: „Das ist Regionalentwicklung pur!“ Natürlich benötige es auch Zeit, bis sich die Wirkung vollständig entfalte. Dass die Zeit drängt, untermauerte Markus Weber, indem er auf die sehr gute Auftragslage verwies, die allerdings aufgrund logistischer Probleme und damit verbundener Fehlteile nur bedingt bedient werden könne.

Löffler betonte, dass die Herausforderungen nur gesamtgesellschaftlich zu lösen seien. Mit Blick auf den Fachkräftemangel warb er für die bevorstehende Ausbildungsmesse, die eine gute Gelegenheit für Unternehmen zur Präsentation sei. Eva Vetter regte an, der Messe den Charakter eines Events zu verleihen, um sie etwas „peppiger“ zu gestalten.

„Wir müssen uns als Bildungsstandort sehen und versuchen, den Bedarf der Wirtschaft an Arbeitsplätzen zu decken“, betonte Hans Rebhan . Vor diesem Hintergrund ist es laut Löffler eminent wichtig, die zweifelsohne vorhandenen Stärken des Landkreises noch deutlicher herauszustellen. Die Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und schulischer Bildung werde dabei immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Der Landrat erklärte auch, dass er Aufgaben im Sachgebiet „Kreisentwicklung“ gebündelt habe, um bürokratische Abläufe zu beschleunigen. Er nahm aus diesem Austausch mit Wirtschaftsvertretern „wertvolle Hinweise“ mit und verdeutlichte die Wichtigkeit, die Unternehmen der Region bestmöglich zu unterstützen. Deshalb wolle er die Gespräche mit der IHK vertiefen. red